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„Papier ist ein knappes Gut in ganz Europa.“

 

Wer sagt das?

 

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier. 👇


Top-Thema

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(Lockdown-)Ende gut, alles gut?

Glauben wollte wohl niemand so recht, was seit Mittwochmittag fix ist: Am 12. Dezember sperren zumindest drei Bundesländer komplett auf. Weil sich Günther Platter diesmal für die Wirtschaft entschieden hat, öffnet auch Tirol alle Branchen. Friede, Freude, Lockdown-Ende? Nicht ganz.

Die Gefahr, die wirtschaftlich wichtigeren Tourismusmonate Jänner und Feber zu riskieren, ist groß.
  • Kurzfristig gedacht: Dass die Politik einmal Wort hält, mag viele freuen. Offen ist jedoch, welche Auswirkungen die Öffnung vor und zu Weihnachten für die erst in den Startlöchern stehende Wintersaison hat. Volle Krankenhäuser, eine niedrige Impfquote und eine neue, hochansteckende Mutation – die Gefahr, die wirtschaftlich wichtigeren Tourismusmonate Jänner und Feber zu riskieren, ist groß.
  • Tunnelblick: Selbst wenn Tirol sein Infektionsgeschehen unter Einhaltung der angekündigten Sicherheitsmaßnahmen in den Griff bekommt – für eine gute Saison ist der heimische Tourismus auf die Situation der Herkunftsländer angewiesen. Und die ist gerade beim so wichtigen Nachbarn Deutschland nicht rosig.
  • Alleingelassen: Dem Handel wird zwei Wochen Weihnachtsgeschäft ermöglicht. Doch gerade das könnte den Verlustersatz zum Wackeln bringen – den gibt es nur mit einem Minus von 30 Prozent pro Kalendermonat im Vergleich zu 2019. Mit acht geschlossenen Tagen im November und zwölf im Dezember könnten viele Handelsbetriebe durch das Raster fallen. Sie bekämen dann keine staatliche Unterstützung und müssten die Umsatzeinbußen selbst ausbaden.
  • Symbolpolitik: Der Einkaufssonntag mag ein schönes Signal sein, hat aber nur wenig Potenzial für die Kleinen. Ob das Öffnen mit doppelten Personalkosten rentabel ist, darf bezweifelt werden. Der zusätzliche Einkaufstag eine Woche vor Weihnachten dürfte alleine schon wegen seines Sensationsgehalts gut ankommen – und damit erst recht den Umsatzersatz bedrohen.

Und nicht zuletzt: Die offenen Geschäfte, Gastronomie-, Sport- und Kulturbetriebe dürfen nur 63 Prozent der Tiroler:innen in Anspruch nehmen. Für Ungeimpfte geht der harte Lockdown auf unbestimmte Zeit erst mal weiter. Ob sich über kurz oder lang auch die Geimpften wieder anschließen müssen, wird sich zeigen.


Köpfe der Woche

Vorbeigeschrammt

Der Rücktritt von Sebastian Kurz ging nicht spurlos an Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck vorüber. Nicht nur hat sie kurzerhand die türkisen Kerzen auf dem Adventkranz ausgetauscht, von den Medien wurde sie gar als Wackelkandidatin gehandelt. Trotzdem ist die Tirolerin nach wie vor auf dem Posten. Laut Krone hat sie das der niederösterreichischen Landeshauptfrau zu verdanken. Landeshauptmann Günther Platter wäre bereit gewesen, Schramböck gegen den ehemaligen Landespolizeidirektor Helmut Tomac als Innenminister einzutauschen. Mikl-Leitner wollte im Innenministerium allerdings einen Niederösterreicher sehen.

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Tiroler Banksy

Zwar nicht ganz so berühmt, aber zumindest ebenso medien- und öffentlichkeitsscheu wie der britische Streetartist Banksy ist der Tiroler Künstler Golif, der sich gerade mit einer Kooperation mit Almdudler ein neues und spannendes Medium erschlossen hat. Die ausdrucksstarken Figuren von Golif zieren nicht nur den Firmensitz von Almdudler in Wien, sondern verdrängen für kurze Zeit auch das wohlbekannte Tracht tragende Pärchen von der Flasche der legendären österreichischen Marke. Sammler:innen und Fans der alpinen Kräuterlimonade können die Golif-Sonderedition derzeit auf der Almdudler-Webseite bestellen.

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Geordnete Übergabe

Früher als vorgesehen legt Tilmann Märk Ende Februar 2023 sein Amt als Rektor der Uni Innsbruck nieder. Nach knapp 20 Jahren im Universitätsmanagement verkürzt der 77-Jährige damit seine dritte Rektoratsperiode um ein Jahr. Nachdem große Projekte wie der Neubau am Innrain oder das Haus der Physik „unter Dach und Fach“ seien, möchte der gebürtige Seefelder sein Amt frühzeitig und geordnet übergeben. Im April 2011 übernahm Märk das Rektorat von Karlheinz Töchterle, der damals Wissenschaftsminister wurde.

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‍Zahl der Woche

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Steigerung der Exporte zwischen Tirol und der Schweiz im Jahr 2019

Quelle: Handelskammer Schweiz-Österreich-Liechtenstein

Wenige Regionen in Europa ähneln sich so sehr wie Tirol und die Schweiz: Natur, Lebensweise und Brauchtum verbinden die beiden Alpenländer, aber nicht nur das. Was viele nicht wissen: Im ersten Pandemiejahr 2020 boomte der Grenzhandel zwischen Tirol und der Schweiz derart, dass sich die Schweiz nach Deutschland zum zweitwichtigsten Handelspartner Tirols entwickelte. Tirol konnte seine Exporte in die Schweiz um 20,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern, was einem Handelsvolumen von 2,38 Milliarden Euro entspricht.

 

Das Interesse war wechselseitig: Der eidgenössische Export nach Tirol stieg sogar um stolze 51,7 Prozent (2,64 Milliarden Euro) im Vergleich zu 2019. Diese vielversprechende Verbindung zeigt, dass Verlässlichkeit und sichere, regionale Lieferketten gerade in Zeiten der Krise immer wichtiger werden.

‍Was wir uns fragen:


Sind Karton- und Papierverpackungen eine gangbare Alternative zu Plastik, Herr Lerchner?

 

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Stefan Lerchner, Dinkhauser Kartonagen

Für wen produzieren Sie Verpackungen?

Wir sprechen eine Zielgruppe an, die den Wert der Verpackung zu schätzen weiß. Unternehmen, die wissen, dass Verpackung einerseits einen Wert hat, weil man damit wertvolles Rohmaterial verarbeitet. Verpackung hat andereseits aber auch einen Wert, den man nutzen kann – sei es logistisch, weil man zum Beispiel Abpackkosten spart, oder auch nur marketingseitig, weil eine Versandverpackung die Verkaufsverpackung der Gegenwart ist. Sie muss also auch verkaufen. Und damit entsteht auch ein Wert für den Kunden. Und der Kunde, der das schätzt, kann mit uns gemeinsam auch eine vielleicht etwas bessere Verpackung entwickeln.

Nahezu alle Branchen haben aktuell mit Materialknappheit zu kämpfen. Betrifft Sie das auch?

Kurze Antwort: Ja. Papier ist ein knappes Gut in ganz Europa. Und es ist eine tägliche Herausforderung, genug Rohmaterial zu beschaffen, um der zum Glück steigenden Nachfrage auch begegnen zu können.

 

Sind Karton- und Papierverpackungen langfristig eine gangbare Alternative zu Plastik?

Natürlich. Absolut. In den Bereichen, in denen wir tätig sind. Und man sieht das auch ganz klar, dass der Trend hin zu Papier geht. Weil es einfach in der Verarbeitung Vorteile hat, weil es im Recycling Vorteile hat. Papier ist ein unglaublich kreatives Material. Man kann da so viel draus machen. Da wird in der Zukunft noch viel Neues kommen. Und es ist absolut eine Alternative – in gewissen Bereichen. Es gibt aber auch Bereiche, wo es auch Plastik braucht.

 

Vielen Dank für das Gespräch.


Zur Person

Stefan Lerchner hat Betriebswirtschaftslehre in Innsbruck studiert und ist Teil des Management-Teams von Dinkhauser Kartonagen am Standort Hall sowie Geschäftsführer der Dinkhauser Kartonagen Vertriebs GmbH in Deutschland.

 

‍Und für alle, die es genau wissen wollen, hier das komplette Video-Interview 


Und zum Schluss

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Von höheren Härtegraden versteht man bei Ceratizit so einiges: Bei der Plansee-Tochter dreht sich alles um Hartmetalle, Beschichtungen und mehr. Doch das beschränkt sich nicht auf die verarbeiteten Materialien.

 

Auch die firmeneigene Band mit dem klingenden Namen Metal Injection weiß etwas härtere Saiten aufzuziehen, auch wenn sie eher im Hard-Rock-Genre als im echten Heavy Metal beheimatet ist. Seit mehr als zehn Jahren hauen die acht Bandmitglieder aus fünf Abteilungen gemeinsam auf den Putz – bislang hinter verschlossenen Türen.


Doch ein solches Marketingpotenzial mit ein wenig Augenzwinkern kann man sich eigentlich nicht entgehen lassen. Und so wagen Metal Injection nun mit ihrem ersten eigenen Song den Schritt ins Rampenlicht.


Vielen Dank fürs Lesen und bis nächste Woche!


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IMPRESSUM

 

Target Group Publishing GmbH
Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck‍

 

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Fotocredits:
Shutterstock (3), Franz Oss, Universität Innsbruck, ÖVP

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