top.tirol insights: Wer übernimmt das Ruder bei der Tirol Werbung?

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„Es hängen nicht alle am Nottropfen.“

 

Wer sagt das?

 

 

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier. 👇

Top-Thema

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Tirol sucht den Super-Touristiker!

Völlig überraschend verkündete Tirol-Werbung-Chef Florian Phleps Anfang dieser Woche seinen Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen. Während man hinter verschlossenen Türen mutmaßt, dass nicht nur Phleps’ Gesundheitszustand, sondern auch die schwierige Zusammenarbeit mit Lebensraum-Holding-Chef Josef Margreiter zu dieser Entscheidung geführt hat, ist das Rennen um die Nachfolge eröffnet.


Traditionell kommt der oberste Tirol-Werber aus dem touristischen Umfeld, und so sind bereits einige Namen gefallen. Allen voran Stefan Isser, der derzeit die Kristallwelten führt und mit dem Umbruch im Swarovski-Konzern nicht nur Freude haben dürfte, wird der Job locker zugetraut. Hier ist eher die Frage, ob der Wechsel einen Aufstieg darstellen würde. Auch der Name Oliver Schwarz, Geschäftsführer von Ötztal Tourismus und damit jetzt schon Herr über mehr Budget, als er bei der Tirol Werbung hätte, taucht im Zusammenhang mit diesem Posten immer wieder auf. Dass Mario GerberLandtagsabgeordneter, Innsbruck-Tourismus-Chef und Multiunternehmer – diesen Posten auch noch ins berufliche Portfolio aufnehmen will, gilt hingegen als unwahrscheinlich.

Das Rennen um die Nachfolge von
Florian Phleps ist eröffnet.

Besonders erfreulich ist der Umstand, dass auch vielen Frauen die Chance auf den höchsten Posten im Tiroler Tourismus zugetraut wird. Die Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus, Viktoria Veider-Walser, ist bekannt für ihren Zug zur Spitze. Auch Karin Seiler, die Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, kann auf Tirol-Werbung-Erfahrung im Lebenslauf verweisen. Passend wäre der Job vermutlich auch für Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid, und auch den Namen Christiane Gasser, die nach den Kristallwelten aktuell beim ÖSV für Brand Management zuständig ist, hört man immer öfter.


Letztendlich ist auch eine interne Nachbesetzung denkbar. Für Ingrid Schneider kommt diese Karrieremöglichkeit zur Unzeit, weil in Karenz. Tirol-Werbung-Marketingchef Patricio Hetfleisch werden hingegen realistische Chancen auf die Nachfolge eingeräumt.

 

Wichtig dürfte vor allem sein, dass nicht ausgerechnet dann Unruhe im Management des Tiroler Tourismus entsteht, wenn sich die Corona-Unruhe endlich zu verabschieden scheint.


Köpfe der Woche

Doppler-Effekt

Nach einer 5,3-Millionen-Euro-Investition im Dezember wird die neue Finanzchefin von Holo-Light, Isabella Doppler, in ihrem neuen Job alle Hände voll zu tun haben. Die 35-Jährige folgt dem langjährigen Chief Financial Officer Michael Oberlechner nach, der Gesellschafter bleibt und in den Vertrieb wechselt. Die Soft- und Hardwareprodukte des Innsbrucker Unternehmens sind wegweisend für die Automobil- und Maschinenbranche. Denn die Augmented-Reality-Technologie macht es möglich, 3D-Modelle nicht nur zu visualisieren, sondern sie auch unmittelbar und standortübergreifend zu überarbeiten.

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Revolutionäre Idee

Am 12. Februar 1822 öffnete die erste Spar-Casse Tirols ihre Pforten im Innsbrucker Stadtturm und ermöglichte der Tiroler Bevölkerung, unabhängig von Stand und Geschlecht, zum ersten Mal in der Geschichte, ihr Erspartes sicher zu verwahren und dank Zinsen für die Zukunft vorzusorgen. Eine revolutionäre Idee und ein Versprechen, dem die Tiroler Sparkasse nach 200 Jahren noch immer nachkommt. Auch in Zukunft sehen Claudia Höller und Hans Unterdorfer, Vorstände der Tiroler Sparkasse, ihre Aufgabe darin, Tirols Unternehmen und PrivatanlegerInnen dabei zu unterstützen, ihre Visionen umzusetzen und Wohlstand aufzubauen.

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Universale Lösung in Sicht?

Schon lange bevor wir uns mit Pandemien herumschlagen mussten, kostete die alljährliche Grippewelle die heimische Wirtschaft jeden Herbst und Winter hunderte Millionen. Dagegen halfen auch Impfaktionen nur wenig, denn der schnell mutierende Erreger tritt jedes Jahr in anderen Varianten auf. Dafür, dass sich das bald ändern könnte, sorgen Monica Fernández-Quintero und Klaus Liedl vom Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Uni Innsbruck. Gemeinsam mit einem internationalen Team ist es ihnen gelungen, eine neue Klasse breit neutralisierender Antikörper gegen das Influenza-Virus zu identifizieren und damit der Entwicklung einer langanhaltenden generellen Impfung gegen die Grippe einen guten Schritt näher zu kommen.


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‍Zahl der Woche

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Im letzten top.tirol insights Newsletter haben wir unsere LeserInnen gefragt, wie in Zukunft in Tirol gearbeitet werden wird: Wird sich die Vier-Tage-Woche, die auch hierzulande bei immer mehr Unternehmen zur Anwendung kommt, durchsetzen oder ein Großteil der TirolerInnen auch weiterhin fünf Tage die Woche in Geschäft, Büro, der Fertigung oder auf Montage verbringen?

Für 87 Prozent unserer LeserInnen ist die Vier-Tage-Woche die Zukunft des Arbeitens, nur 13 Prozent gehen davon aus, dass sich in punkto Arbeitszeit nichts ändern wird.

 

Ob Menschen in Zukunft nur mehr 32 Stunden in der Woche bei gleicher Entlohnung oder 40 bzw. 38,5 Stunden auf vier Tage verteilt arbeiten werden, wird ein interessanter Verhandlungsprozess werden. Aber auch hier wird es darauf ankommen, ob Unternehmen im Kampf um die besten Köpfe gewillt sind, auf acht Stunden Arbeitszeit zu verzichten, wenn sie sich dafür als attraktiverer Arbeitgeber als der Mitbewerb positionieren können. Ein Wettstreit, der die ArbeitnehmerInnen des Landes freuen wird und sich laut ersten Studien zum Thema aus Island auch positiv auf die Produktivität vieler Unternehmen auswirken kann.

‍Was wir uns fragen:


Hat Afrika Potenzial für die heimische Wirtschaft, Herr Stadler?

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Christian Stadler, Autor und Professor für Strategisches Management der Warwick Business School 

Mit welchem Vorurteil über die afrikanische Wirtschaft können Sie sofort aufräumen? 

Es hängen nicht alle am Nottropfen. Es geht aufwärts und ist nicht immer alles schlecht. 

Wie kann ein kleiner Wirtschaftsraum wie Tirol von und in Afrika profitieren? 

Erstens gibt es Möglichkeiten, dass man investiert – das geht etwa über Plattformen, wo man in Crowdfunding einsteigen kann. Dann ist es so, dass Leute aus ähnlichen Branchen Know-how suchen. Ich weiß von jemanden aus Salzburg, der in Uganda die größte Wurstproduktion aufgebaut hat. Es ist durchaus möglich, dass man mit der Expertise in Österreich in Afrika gutes Geschäft machen kann.

 

Tirol steht nicht an der Weltspitze, was Industrie angeht. Ist touristisches Know-how etwas, das exporttauglich in Afrika wäre? 

Durchaus gibt es Tourismus hier. Safaris sind hier ein riesiges Thema. Zuvor war ich auf Sansibar, wo ich unter anderem einen Unternehmer kennengelernt habe, der aus dem Nichts eine ganze Hotelgruppe aufgebaut hat. Er hat das auch deshalb geschafft, weil er erstens Deutsch kann und den deutschen Markt sehr gut bewirtschaften konnte; und zweitens, weil er sehr findig war, was Online-Buchungssysteme betroffen hat. Ich glaube, da gibt es Möglichkeiten für Menschen mit Tourismus-Know-how, auch hier in Afrika sehr gut zu punkten.


Vielen Dank für das Gespräch.


Zur Person

Der Tiroler Christian Stadler, Autor und Professor für Strategisches Management der Warwick Business School, lebt und arbeitet u.a. in Nairobi, Kenia. Über Wirtschaften in Afrika erzählt Stadler nächsten Dienstag in seinem Vortrag „Afrika startet durch“ im Tagungshaus Wörgl.

 

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Und zum Schluss

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Apropos Nachbesetzung.

 

Dass Arbeitgeber sich auch musikalisch in Szene setzen, haben wir bereits thematisiert. Doch immer mehr Unternehmen beweisen, dass es auch andere kreative Wege gibt, sich bei der Mitarbeitersuche hervorzutun.

 

So machen sich Tech-Giganten wie Google nicht zuletzt die Neugierde von BewerberInnen zunutze. Andere versuchen es mit ein wenig Selbstironie. Manche bauen gleich auf ordentlichen Sarkasmus – und schlagen dabei auch eventuell ein wenig über die Stränge. Doch egal ob Groß oder Klein, scheint dabei vor allem der Knalleffekt wichtig für den Erfolg zu sein.


Vielen Dank fürs Lesen und bis nächste Woche!


IMPRESSUM

 

Target Group Publishing GmbH
Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck‍

 

top.tirol


Fotocredits:
Tirol Werbung, Holo Light, Die Fotografen, Wang Yin/Universität Innsbruck, Warwick Business School, Shutterstock

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