top.tirol insights: Wirtschafts-Wahlcheck #3

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„Die Inflation ist kein Naturereignis, dem man hilflos gegenübersteht.“

 

Wer sagt das? 

 

Die Antwort auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier. 👇

Top-Thema

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Was die Politik gegen die Inflation plant

Am Sonntag steht der nächste Urnengang für die TirolerInnen am Kalender. Ob dabei nach den Turbulenzen der vergangenen zweieinhalb Jahre alles so bleiben wird, wie es war, ist alles andere als sicher – insbesondere, da der kommende Winter wieder so manche Herausforderung mit sich bringen wird.


Deswegen hat top.tirol auch diese Woche wieder bei allen tirolweit kandidierenden Parteien angefragt und wollte wissen:

Wie planen Sie, im Falle einer Regierungsbeteiligung die Tiroler Wirtschaft im Hinblick auf die hohe Inflation zu entlasten?
  • ÖVP:
    Nachdem die hohen Energiekosten momentan der größte Preistreiber sind, müssen wir so schnell wie möglich raus aus Kohle, Öl und Gas. Tirol hat die besten Voraussetzungen dafür – sowohl mit Wasserkraft als auch mit Photovoltaik. Das müssen wir nutzen.

  • SPÖ:
    Die Inflation ist kein Naturereignis, dem man hilflos gegenübersteht. Seit Monaten fordern wir gezielte, preissenkende Maßnahmen, damit die Preise nicht noch stärker steigen – man kann nicht endlos Gutscheine verteilen, was die Regierung derzeit tut.

  • Die Grünen:
    Die jetzige Situation hat uns ganz klar die Schattenseite der Globalisierung aufgezeigt. Wir müssen noch viel stärker auf Regionalität setzen. Außerdem ist jede PV-Anlage eine Absicherung gegen die Teuerung.

  • FPÖ:
    Die Corona-Maßnahmen haben sich ebenso wie die verfehlte Klimapolitik zum Inflationstreiber entwickelt. Dritter Preistreiber ist die EU-Geldpolitik. Es braucht massive Senkungen von Steuern und Lohnnebenkosten sowie die Erhöhung der Pendlerpauschale.

  • Liste Fritz:
    Um die Betriebe von der massiv steigenden Inflation zu entlasten, brauchen wir auch für die Tiroler Wirtschaft ein Antiteuerungspaket. Verhandlungen mit dem Bund sollen rasche Hilfe auf allen Ebenen ermöglichen.

  • NEOS:
    Abgaben und Steuern müssen endlich spürbar gesenkt werden. Wir treten auf allen Ebenen für eine Entlastung der Betriebe ein: Senkung der Lohnnebenkosten und endlich die Abschaffung der Tourismusabgabe, denn diese ist nicht mehr zeitgemäß.

  • MFG:
    Regulierung durch Preiskommission, Energiepreis, Lohn-, ESt- und MwSt senken, Wegfall Mineralölsteuer, Einsatz der Anti-Kartellbehörde erweitern, da Produkte durch Spekulation und illegale Branchenabsprachen künstlich verknappt und verteuert werden.

Köpfe der Woche

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Neue Aufgabe

Mit der Bauunternehmerin Iris Ortner ist nun eine Innsbruckerin in den obersten Rängen der Wiener Industriellenvereinigung vertreten. Anfang der Woche wurde die 48-Jährige neben Verbund-Vorstand Michael Strugl einstimmig zur Vizepräsidentin gewählt. Mit ihren Produkten und Lösungen aus dem Bereich der Gebäudetechnik sei Ortner am „Puls der Zeit“, so der Wiener IV-Präsident.

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Führungswechsel

Der TVB Kufsteinerland sucht eine neue Geschäftsführung. Wie der Verband erklärt, verlässt der bisherige Geschäftsführer André Lomsky nach weniger als einem Jahr aus privaten Gründen Ende September den Tourismusverband. Bis die neue Geschäftsführung steht, übernimmt die jetzige stellvertretende Direktorin Sabine Mair interimistisch die Leitung.

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Not macht flexibel

Eine Flexibilisierung des Umgangs mit ausländischen Arbeitskräften, um dem eklatanten Fachkräftemangel im Land zu begegnen, fordert WK-Tirol-Präsident Christoph Walser gegenüber der Tiroler Tageszeitung. Man könne sich vorstellen, die Rot-Weiß-Rot-Card um einen Praxistest zu ergänzen, erklärt Bernhard Achatz, Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht der Wirtschaftskammer Tirol. Dieser Test soll es ausländischen FacharbeiterInnen ermöglichen, ohne die gesamte normalerweise vorgeschriebene Qualifikation am Arbeitsmarkt tätig zu werden. Umgesetzt könnte er zum Beispiel über Bildungseinrichtungen im jeweiligen Land oder auch über die Außenwirtschaftsstellen der WK werden.

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‍Zahl der Woche

 

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... konnte die diesjährige Fafga verzeichnen. Damit zählte die Messe für Gastronomie, Hotel und Design nach ihrer zweijährigen Zwangspause 11.650 Gäste an insgesamt vier Tagen. Auch die Zahl der Aussteller ist gesunken: Waren es im Vorkrisenjahr noch 400, mussten sich die BesucherInnen heuer mit 280 begnügen.

 

Als Erfolg kann die Veranstaltung wohl dennoch gewertet werden. Immerhin fand sie nicht nur zum ersten Mal seit der Covid-Pandemie wieder als Präsenzveranstaltung statt, laut den Veranstaltern gaben auch 80 Prozent der BesucherInnen an, infolge der Messe Aufträge vergeben zu haben. Zudem konnten sich dieses Jahr zum ersten Mal Start-up-Unternehmen auf der Fafga präsentieren.

‍Was wir uns fragen:


Was wird der nächste große Automatisierungssprung sein, Herr Dries?

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Achim Dries, CEO und Managing Director der Vahle Group

Was wird der nächste große Automatisierungssprung sein?

Ich glaube, dass künstliche Intelligenz, die ja wirklich noch am Anfang steht, Thema sein wird, um Mensch und Maschine miteinander zu verbinden – aber auch, um Maschinen untereinander mit Schwarmintelligenz besser zu vernetzen. Das ist wirklich ein ganz großes Thema der Automatisierung und Zukunft. Außerdem wird die Automatisierung an sich Arbeitskräfte auch verändern beziehungsweise freisetzen, aber auf der anderen Seite ganz neue Arbeitsplätze schaffen. Und da bin ich mir ganz sicher, das wird ein ganz neues Gigathema sein.

Die Digitalisierung stellt viel auf den Kopf. Werden „die Großen“ groß bleiben?

Ich glaube nicht, dass die Großen groß bleiben werden. Man sieht ja Zerfallserscheinungen bei den ganz Großen schon seit Langem. Microsoft ist ja schon lange nicht mehr das wertvollste Unternehmen. Ich glaube auch, dass Amazon irgendwann mal nicht mehr diese Größe haben wird. Man sieht momentan Zehn-Jahres-Rhythmen, wenn man die Gigatrends betrachtet. Firmen kommen, werden groß und gehen wieder. Und hinzukommt, dass wir extrem kleine Unternehmen haben, die agil sind, die super unterwegs sind, Geschwindigkeit und schlanke Prozesse haben. Das wird vieles extrem und auch die Arbeitswelt verändern.

Vahles zweite große Kompetenz ist Energie. Auch da bahnen sich Umbrüche an. Macht Ihnen das Sorgen?

Nein, überhaupt nicht. Wir als Unternehmen benötigen vom Fertigungsprozess her nicht so viel Energie. Aber wir sind gerade dabei, mit einer neuen Technologie dafür zu sorgen, dass Photovoltaik direkt zum Verbraucher gebracht wird. Heute muss man alles von Gleich- auf Wechselstrom umspannen. Das wird in Zukunft nicht mehr sein. Und genau da ist Vahle momentan voll im Thema. Damit rüsten wir gerade die größte Fabrik von Daimler in Deutschland um.

Vielen Dank für das Gespräch.


Zur Person

Als CEO und Managing Director leitet Achim Dries die Geschicke der Vahle Group, die weltweit Systeme für mobile Industrieanwendungen entwickelt und anbietet.


Und für alle, die es genau wissen wollen, geht es hier zum Video-Interview.

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Und zum Schluss

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Apropos Nachbesetzung:


Nicht nur der TVB Kufsteinerland ist aktuell auf der Suche nach einer neuen Führungskraft: Auch beim Arbeitsmarktservice will ein verwaister Vorstandsschreibtisch neu besetzt werden.


Zum Glück sitzt das AMS an der Quelle und weiß, wie man die besten Fachkräfte findet.


Vielen Dank fürs Lesen und bis nächste Woche!


IMPRESSUM

 

Target Group Publishing GmbH
Brunecker Straße 3, 6020 Innsbruck‍

 

top.tirol


Fotocredits:
Hans Schubert, TVB Kufsteinerland, Axel Springer, Vahle Automation/Franz Oss, Shutterstock

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