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Digitale Taxigutscheine für Jugendliche

Hansjörg Moigg (Bürgermeister Mayrhofen), Markus Freund (Obmann der Tiroler Taxi-Innung), Hansjörg Jäger (Planungsverbandsobmann und Bürgermeister Ried im Zillertal) und Daniel Schweinberger (Bürgermeister Hart im Zillertal) freuen sich über den Start von CALEMO.

Digitale Taxigutscheine für Jugendliche

Hansjörg Moigg (Bürgermeister Mayrhofen), Markus Freund (Obmann der Tiroler Taxi-Innung), Hansjörg Jäger (Planungsverbandsobmann und Bürgermeister Ried im Zillertal) und Daniel Schweinberger (Bürgermeister Hart im Zillertal) freuen sich über den Start von CALEMO.

Mehrere Gemeinden im Zillertal stellen ihren Jugendlichen mit CALEMO digitale Taxigutscheine für eine sichere Heimfahrt zur Verfügung.

Gerade da, wo die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel nicht rund um die Uhr gewährleistet ist, sollen mit der Initiative CALEMO zukünftig Mobilitätslücken in Gemeinden geschlossen werden. In einem bislang einzigartigen Kooperationsprojekt mit dem Planungsverband Zillertal haben sich mehrere Gemeinden zusammengeschlossen, um für ihre Jugendlichen zukünftig eine sichere Heimfahrt und einfache Mobilität durchs Tal zu gewährleisten. Im Zillertal nimmt die Mobilität für die Jugend nun im wahrsten Sinne des Wortes „Fahrt auf“.

„CALEMO ist ein digitaler Taxigutschein, der in jedem teilnehmenden Taxi eingelöst werden kann“, berichtet dazu Hansjörg Moigg, Bürgermeister von Mayrhofen, der das Projekt zusammen mit seinen Amtskollegen initiiert hat. „Wir und die anderen Gemeinden haben beschlossen, allen unseren Jugendlichen einen solchen Gutschein im Wert von jeweils 60 Euro zur Verfügung zu stellen. So ermöglichen wir unseren jungen Einwohnerinnen und Einwohnern, dass sie beispielsweise nach dem Ausgehen wieder sicher nach Hause kommen.“

Der digitale Taxigutschein CALEMO (kurz für CAsh LEss MObility) ist ein Produkt der Taxi-Innung der Wirtschaftskammer Tirol, das die Mobilität vor allem im ländlichen Raum fördern soll. Wie das System funktioniert, erklärt Markus Freund, Obmann der Tiroler Taxibetriebe: „Die Gemeinden können die CALEMO Gutscheine online über www.calemo.at kaufen und an ihre Jugendlichen ausgeben. Diese müssen dann nur die CALEMO-App herunterladen, den QR-Code auf dem Gutschein einscannen und schon steht ihnen das Mobilitätsguthaben ihrer Gemeinde für die Nutzung im lokalen Taxi zur Verfügung.“
Auch für Eltern stellt die App in weiterer Folge eine gute Möglichkeit dar, ihren Kindern eine sichere Heimfahrt zu garantieren. „Es kann jederzeit auch direkt Geld auf die App geladen werden. CALEMO Guthaben ist ausschließlich für Taxifahrten einsetzbar. Das Geld für die Heimreise kann so nicht mehr verloren oder anderweitig ausgegeben werden. Jeder der ein Smartphone hat, kann mitmachen“, ergänzt Freund.

Doch nicht nur für Eltern und Jugendliche bietet CALEMO Vorteile. „Für uns als Gemeinde ist es ein guter Weg, unsere Einwohnerinnen und Einwohner mobil zu machen“, ergänzt Moigg. „Da am Ende nur jene Gutscheine verrechnet werden, die auch tatsächlich von den Jugendlichen eingelöst wurden, haben wir keine zusätzlichen Risiken und Kosten, die normalerweise bei der Einführung eines Dorftaxisystems anfallen würden, wie z.B. Fahrzeuganschaffung, Versicherung, Reparatur, Fahrerproblematik und Bereithaltung. Mobilität im Dorf ist damit schnell und einfach umgesetzt und das aufgewendete Gemeindegeld kommt vollends den Einwohnerinnen und Einwohnern zugute.“

Was bei Jugendlichen funktioniert, ist freilich auch für andere Alters- und Bevölkerungsgruppen eine lohnende Option. „CALEMO eignet sich für alle, denen die Mobilität ihrer Einwohnerinnen und Einwohner, Kundeninnen und Kunden oder Mitglieder am Herzen liegt“, erklärt Freund. „Vereine, Veranstalter und Unternehmen können in Zukunft einen Teil der Heimfahrt bzw. der Mobilität im Dorf unterstützen. Auch der Friseur oder der Konditor um die Ecke kann seinen Kundinnen und Kunden als Treuebonus z.B. 2 Euro für die nächste Taxifahrt anbieten.“ Abgerechnet wird auch hier nur nach tatsächlich durchgeführten Fahrten. „Keiner zahlt Gutscheine, die nicht verbraucht wurden. Damit ist es ein einfaches Instrument der Mobilität für alle - egal ob man nur gelegentlich ein Taxi braucht, oder ob es sich um Senioren-, Dorf-, Frauennachttaxis oder Jugendtaxis handelt, wie in der Pionierregion des Zillertals.“

02. Mai 2023 | Autor: top.tirol Redaktion | Foto: WK Tirol

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