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50 Jahre Forschung zur Rechts- und Kriminalsoziologie

Mehr als hundert Gäste waren bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des IRKS im Justizministerium zu Gast.

50 Jahre Forschung zur Rechts- und Kriminalsoziologie

Mehr als hundert Gäste waren bei der Feier zum 50-jährigen Jubiläum des IRKS im Justizministerium zu Gast.

Der 50-jährige Geburtstag des Instituts für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie IRKS wurde vergangenen Freitag, 12. Mai 2023, in Wien gefeiert. Bereits seit 1973 forschen die Mitarbeiter:innen des Instituts, das seit 2021 Teil der Universität Innsbruck ist, zu gesellschaftlich hoch relevanten Themen wie rechtlichen Normen und Rechtsmobilisierung, Kriminalität, Sicherheit oder Extremismus. Über hundert Gäste fanden sich im großen Festsaal des Justizministeriums ein, um zu gratulieren, darunter auch Justizministerin Alma Zadić.

Das renommierte Institut für angewandte Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS) feiert heuer sein 50-jähriges Bestehen. Seit 1973 wird am IRKS zu rechtlichen Normen, Rechtszugang, Rechtsanwendung und Rechtsschutz, Kriminalität, Gewalt und Extremismus, Sicherheit, sozialer Kontrolle und Sozialer Arbeit geforscht. In ihren Grußworten bekräftige die Bundesministerin für Justiz, Alma Zadić, die Wichtigkeit dieser sozialwissenschaftlichen Forschung im Dialog mit Politik, Verwaltung und Praxis und gratulierte zum runden Jubiläum.

Im März 2021 wurde das Institut in die Universität Innsbruck eingegliedert und erweitert seither das sozialwissenschaftliche Forschungsprofil an der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften. Geleitet wird das Institut von Hemma Mayrhofer gemeinsam mit Veronika Hofinger und Walter Hammerschick. Mayrhofer unterstrich in ihrer Festansprache mit dem Titel „Forschen ‚zwischen allen Stühlen’: Reflexionen zu fünf Jahrzehnten rechts- und kriminalsoziologische Forschung” die Vielseitigkeit des Instituts. Die Soziologin sieht die Position „zwischen den Stühlen” als große Stärke des IRKS, die sich neben der Kombination aus Grundlagen- und anwendungsorientierter Forschung sowie dem Dialog mit der Praxis auch in der umfassenden Interdisziplinarität zeigt. Im vergangenen Jahr erschien beispielsweise erstmals eine umfassende Studie zu den Anhaltbedingungen und Gewalterfahrungen von Inhaftierten in österreichischen Gefängnissen, die nur durch die Zusammenarbeit zahlreicher Akteur:innen in diesem Bereich möglich war.

Der Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis stand auch im Zentrum der Podiumsdiskussion im Rahmen des Festaktes zu 50 Jahre IRKS. Moderiert von Walter Hammerschick diskutierten Expert:innen aus verschiedensten Bereichen zur Frage: „Wozu rechts- und kriminalsoziologische Forschung?“: Verena Fabris, Leiterin Beratungsstelle Extremismus; Veronika Hofinger, IRKS; Alfred Kohlberger, Geschäftsführer NEUSTART; Judith Kohlenberger, Generalsekretärin des IRKS-Vereinsvorstands und Migrationsforscherin WU Wien; Friedrich Alexander König, Generaldirektor für den Strafvollzug und den Vollzug freiheitsentziehender Maßnahmen, BMJ; Arno Pilgram, Gründungsmitarbeiter und ehem. wissenschaftlicher Leiter des IRKS und Peter Schlaffer, Geschäftsführer VertretungsNetz.

Forschung und Lehre

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts werden künftig in erweiterter Form im Studienangebot der Universität Innsbruck vertreten sein. Für Masterstudierende der Universität Innsbruck gibt es ab Wintersemester 2023 die Möglichkeit, sich im Wahlpaket „Recht, Sicherheit und Gesellschaft“ auf rechts- und kriminalsoziologische Aspekte zu fokussieren.

Der nachhaltige Wissenstransfer zur Gesellschaft ist eine zentrale Aufgabe des IRKS. Die Mitarbeiter:innen sind mit relevanten Stakeholdern aus Politik, Justiz und Zivilgesellschaft vernetzt und bringen ein stark angewandtes und interdisziplinär ausgerichtetes Forschungsprogramm mit. Franz Eder, Dekan der Fakultät für Soziale und Politische Wissenschaften, betonte bei den Feierlichkeiten in Wien, dass diese Entwicklung ein weiteres Zeichen für die gelungene Eingliederung des Instituts in die Universität Innsbruck ist.

16. Mai 2023 | Autor: top.tirol Redaktion | Foto: Universität Innsbruck

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