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Förderung zur Bekämpfung von Krankheitserregern

Foto: Shutterstock

Förderung zur Bekämpfung von Krankheitserregern

115.500 Euro stehen für die Entwicklung von neuartiger Oberflächenbeschichtung von Medizinprodukten zur Verfügung. Dabei soll ein einzigartiger dreistufiger Ansatz  Infektionen durch Krankheitserreger verhindern.

Medizinprodukte werden in großem Umfang für die Behandlung und Versorgung von PatientInnen eingesetzt. Eine der größten Herausforderungen bzw. Gefahr dabei ist die Infektion mit Krankheitserregern. Trotz dem Einsatz von Antibiotika, um dies zu verhindern, nimmt die Zahl der Erreger, die eine Resistenz gegen Antibiotika entwickeln, weiter zu. Zwei Drittel dieser Infektionen gehen von den Oberflächen von Medizinprodukten wie Implantaten und Katheter aus. Um Infektionen durch diese Krankheitserreger zu verhindern, startete die fh gesundheit ein wissenschaftliches Projekt. Entwickelt wurde dabei eine neuartige Beschichtung für Medizinprodukte. Auf Antrag von Wissenschaftslandesrätin Cornelia Hagele werden für das Projekt rund 115.500 Euro für die Jahre 2023 bis 2026 vonseiten des Landes Tirol zur Verfügung gestellt.

„Mit der Tiroler Wissenschaftsförderung unterstützen wir Vorhaben, die in bedeutendem Maße zur Stärkung des Wissenschafts- und Forschungsstandortes Tirol und auch der Gesundheit der Bevölkerung beitragen. Durch das Projekt der fh gesundheit wird die Gesundheitsforschung in Tirol gestärkt und auf die europäischen und globalen Entwicklungen im Gesundheitsbereich der nächsten Jahre vorbereitet”, betont die Landesrätin.

Einzigartige Methode

Durch eine neuartige Strategie werden verschiedene Oberflächenbeschichtungen miteinander kombiniert. Durch den Einsatz spezieller Molekül- und Peptid-Wirkstoffe sowie mit laserinduzierter Hitze wird die Haftung von Bakterien an Materialoberflächen verhindert und Krankheitserreger werden thermisch abgetötet. Auf diese Weise können sich Krankheitserreger nicht an der Oberfläche von Medizinprodukten festsetzen. Diese bleiben dadurch länger steril. Diese Kombination aus unterschiedlichen Ansätzen, die an verschiedenen Arten von Krankheitserregern getestet wird, wurde bisher noch nie untersucht – sie könnte jedoch für die Verbesserung des Designs von Medizinprodukten in Zukunft von großem Nutzen sein. „Wir erhoffen uns von diesem Projekt einen maßgeblichen Beitrag für die Sicherheit in der Medizin der Zukunft”, so die Landesrätin. Projektleiter Julien Polleuxunterstreicht dabei die internationale Relevanz des Forschungsprojektes: „Die Zusammenarbeit in diesem Projekt mit renommierten Forscherinnen und Forschern aus Berlin (Deutschland) und Marseille (Frankreich) trägt zudem zur Internationalisierung und dem Ausbau des Forschungsstandortes Tirol im Gesundheitsbereich bei.”



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