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Kontinuität und Reformen

Martha Schultz bleibt bis 2030 WKÖ-Präsidentin

WKO-Präsidentin Martha Schultz will die geplanten Reformen bei der WKO nun auch selbst umsetzen.

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Die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz bleibt Präsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und wird die Interessenvertretung der Unternehmen bis zur nächsten Kammerwahl 2030 führen.

Nach dem Rücktritt von Harald Mahrer im November 2025 hatte sie die Präsidentschaft zunächst interimistisch übernommen, nun folgte die dauerhafte Bestellung.

Schultz ist Mitinhaberin der Schultz Gruppe, eines der größten Tourismusunternehmen mit Skigebieten, Hotels und Resorts in Tirol und Osttirol. In der WKÖ war sie bereits langjährige Vizepräsidentin und gilt als gut vernetzte Stimme des Tourismus und der Unternehmerinnenvertretung.

Ursprünglich hatte Schultz ihre Rolle als Übergangslösung verstanden, erklärte sich aber nach breiter Zustimmung im ÖVP-Wirtschaftsbund und in der Kammer bereit, die Funktion langfristig zu übernehmen. Sie betont ihren unternehmerischen Hintergrund und verweist darauf, die Realität von langen Arbeitstagen und unternehmerischer Verantwortung aus eigener Erfahrung zu kennen.

Im Zentrum ihrer Amtszeit stehen Reformen innerhalb der Kammerstrukturen. Schultz will verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen und kündigt an, insbesondere die Höhe von Gehältern sowie internen Leistungen kritisch zu prüfen – Bereiche, die maßgeblich zur öffentlichen Kritik und letztlich zum Rücktritt Mahrers beigetragen hatten.

Ohne die Pflichtmitgliedschaft grundsätzlich infrage zu stellen, setzt die Präsidentin auf mehr Transparenz, Effizienz und eine stärkere Öffnung gegenüber den Mitgliedsbetrieben. Damit könnte ihre Präsidentschaft den Spagat zwischen Kontinuität und notwendigem Wandel schaffen.

Fazit:

Martha Schultz führt die WKÖ bis 2030 und verbindet unternehmerische Praxis mit politischer Rückendeckung. Ihre Aufgabe wird sein, Vertrauen zurückzugewinnen, sensible Themen wie Gehälter und interne Leistungen neu zu ordnen und die Kammer strukturell zukunftsfit zu machen.

13. Januar 2026 | AutorIn: David Wintner | Foto: FIW/Barbara Nidetzky