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Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 31 Jahren

Niedrigste Arbeitslosigkeit seit 31 Jahren

Tirol hat die geringste Arbeitslosenquote im Bundesländervergleich. Außerdem gibt es eine starke Zuwanderung am Tiroler Arbeitsmarkt und die Langzeitarbeitslosigkeit ist gesunken. Die Anzahl der offenen Stellen ist erneut rückläufig.

Mit Stichtag 28.02.2023 sind in Tirol 14.824 Personen arbeitslos. Das ist der niedrigste Stand zu dieser Jahreszeit seit 1992. Im Vergleich zum Vorjahr sind das um 850 Menschen weniger. Bei 14.824 Arbeitslosen und geschätzten 367.000 unselbständig Beschäftigten (+11.000 Beschäftigte im Vorjahresvergleich) betrug die Arbeitslosenquote im Februar 2023 in Tirol 3,9 Prozent. 

 Beschäftigtendaten im Jänner 2023

Mit 363.284 aufrechten Dienstverhältnissen haben Ende Jänner 2023 so viele Menschen wie nie zuvor in Tirol gearbeitet. Das sind um +11.378 Personen mehr als im Vorjahr. Die Anzahl der Beschäftigten mit österreichischer Staatsbürgerschaft ist im Vorjahresvergleich nur geringfügig um +31 Personen gestiegen, wobei die Beschäftigung der Frauen um +99 Personen gestiegen und die Beschäftigung der Männer um -68 gesunken ist. Die Anzahl der ausländischen Arbeitskräfte stieg im Vergleich zum Vorjahr um +11.347. Die braucht es auch, so Platzer-Werlberger: „Der Tiroler Arbeitsmarkt ist attraktiv und zieht immer mehr Arbeitskräfte aus dem Ausland an. Ohne diese Menschen, die häufig auch unter ihrem formalen Ausbildungsniveau als Hilfskräfte in Mangelberufen tätig sind, wäre der Personalmangel noch weitaus größer.“ Besonders stark zugenommen hat die Zuwanderung von Menschen aus Ungarn (+2.178), Deutschland (+1.377), der Ukraine (+1.092), Rumänien (+811), Kroatien (+723) und der Slowakei (+682).

Langzeitarbeitslosigkeit auf das Niveau von 2013 gesunken

Bei den länger als 1 Jahr arbeitslos vorgemerkten Menschen ist im Vorjahresvergleich ein Rückgang um -44,1  Prozent auf 827 Personen zu verzeichnen. Seit dem Höchststand Ende April 2021 (3.397) sinkt die Langzeitarbeitslosigkeit kontinuierlich und liegt mittlerweile auf dem niedrigsten Stand seit Juli 2013 (807). 

Anzahl der offenen Stellen erneut gesunken

Ende Februar waren beim AMS Tirol insgesamt 7.851 offene Stellen zur sofortigen Besetzung gemeldet. Im langjährigen Vergleich befinden wir uns damit weiter auf einem hohen Niveau. Im Vorjahresvergleich ist die Anzahl der offenen Stellen um -19,5 Prozent bzw. -1.907 gesunken. Die Dynamik am Stellenmarkt nimmt im Vorjahresvergleich leicht ab. Im Februar wurden um -7,3 Prozent weniger offene Stellen zur sofortigen Vermittlung gemeldet als im Vorjahr und auch die erfolgreichen Stellenbesetzungen gingen um -1,2 Prozent leicht zurück.

Anzahl der offenen Lehrstellen rückläufig

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der sofort verfügbaren offenen Lehrstellen um -20,2 Prozent auf 1.065 gesunken. Die meisten Lehrlinge werden im Handel, im Tourismus und im Bau- und Baunebengewerbe gesucht. Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden ist um +9,5 Prozent gestiegen. Das sind 333 sofort einsatzbereite Lehrstellensuchende gegenüber 1.065 sofort verfügbaren Lehrstellen.

Höherqualifizierung schützt nachhaltig vor Arbeitslosigkeit

Rund 40 Prozent der Ende Februar vorgemerkten Arbeitslosen haben maximal Pflichtschulabschluss. Diese Menschen waren hauptsächlich in Hilfsberufen tätig und haben weder einen Lehrabschluss noch höhere Schulausbildung. Die Arbeitslosenquote von Menschen mit maximal Pflichtschulausbildung lag im Jänner 2023 zuletzt bei 13,2 Prozent. Bei Personen mit abgeschlossener Lehrausbildung liegt dieser Wert mit 5,2 Prozent und bei Akademiker_innen mit 1,3 Prozent deutlich darunter.

01. März 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Shutterstock

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