Pharmakonzern
Tiroler Frank Staud mit neuer Vorstandsverantwortung bei STADA
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Mit Jahresbeginn 2026 hat Frank Staud, gebürtiger Innsbrucker und Kommunikationschef des internationalen Pharmakonzerns STADA, eine erweiterte Rolle im Unternehmen übernommen.
Zusätzlich zu seiner bisherigen Verantwortung für die globale Kommunikation leitet er nun auch den neu geschaffenen Bereich Government Affairs. Damit rückt die politische Zusammenarbeit mit nationalen Regierungen stärker in den Fokus des Unternehmens – ein strategischer Schritt angesichts geopolitischer Veränderungen und wachsender länderspezifischer Anforderungen im Gesundheitswesen.
STADA mit Sitz im hessischen Bad Vilbel erzielte im Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz von 4,06 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit knapp 11.650 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in über 100 Ländern aktiv und setzt auf die drei Kernbereiche Consumer Healthcare, Generika und Spezialpharmazeutika.
CEO Peter Goldschmidt betont, dass die neue Zuständigkeit von Frank Staud eng mit der strategischen Ausrichtung von STADA verknüpft sei: „Das starke Wachstum in allen Regionen sowie geopolitische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten, gemeinsam mit Regierungen maßgeschneiderte Lösungen für nationale Gesundheitssysteme zu entwickeln.“
Diese länderspezifische Herangehensweise ermögliche es STADA, sich als verlässlicher Partner für die Gesundheitsversorgung zu positionieren – im Einklang mit dem globalen Unternehmensziel: Caring for People’s Health as a Trusted Partner.
Ein zentrales Instrument der politischen Kommunikation ist der jährlich erscheinende STADA Health Report, bei dem zuletzt fast 30.000 Menschen in 22 Ländern zu Gesundheitsthemen befragt wurden. Der Report soll politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit für aktuelle Herausforderungen sensibilisieren.
STADA arbeitet derzeit eng mit Ländern wie Saudi-Arabien oder Vietnam zusammen, um lokale Produktionsinitiativen zu stärken und so die Medikamentenversorgung in Europa langfristig zu sichern. Trotz globaler Kooperationen bleibt Europa ein zentraler Produktionsstandort: Mit Werken in Deutschland, Großbritannien, Serbien und Rumänien gehört STADA zu den größten Generikaanbietern Europas.
Frank Staud ist seit 2017 Mitglied des erweiterten Vorstands (Executive Committee) und hat seither die Markenkommunikation von STADA grundlegend modernisiert. Dazu gehören der Aufbau eines eigenen TV-Studios, eine interne Mitarbeiter-App und eine stark wachsende Präsenz auf LinkedIn – mit zuletzt fast 300.000 Followern. Besonders wichtig ist ihm die interne Kommunikation: „Zufriedene Mitarbeiter mit unternehmerischer Freiheit sind unsere besten Botschafter“, so Staud.
Der frühere Chefredakteur der Tiroler Tageszeitung bringt über 30 Jahre Erfahrung im Journalismus und in der Unternehmenskommunikation mit. Stationen seiner Karriere waren unter anderem die Austria Presse Agentur, Radio Antenne Austria, das Pharmaunternehmen Actavis und die österreichische PEMA-Gruppe.
Fazit: STADA baut auf Tiroler Expertise für internationale Regierungsbeziehungen
Mit der neuen Rolle von Frank Staud stärkt STADA seine politische Positionierung weltweit. Für Tirol ist es ein bemerkenswertes Zeichen, dass ein heimischer Kommunikationsprofi nun auf globaler Ebene Verantwortung für die Schnittstelle zwischen Pharmaindustrie und Gesundheitspolitik übernimmt. In einem sich wandelnden globalen Gesundheitsmarkt zeigt sich: Kommunikation wird zum Schlüssel für nachhaltige Partnerschaften – und Tirol spielt dabei mit.