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Ausbildung beim Weltmarktführer

Tobias Obermoser (li.) und Melvin Somweber sind auf unterschiedlichen Wegen zu aeoon Technologies gekommen. Was sie eint, ist ihre Begeisterung für Technisches und Tüfteleien – und die Lehre zum Mechatroniker und Fertigungstechniker, die sie gemeinsam absolvieren.

Ausbildung beim Weltmarktführer

Tobias Obermoser (li.) und Melvin Somweber sind auf unterschiedlichen Wegen zu aeoon Technologies gekommen. Was sie eint, ist ihre Begeisterung für Technisches und Tüfteleien – und die Lehre zum Mechatroniker und Fertigungstechniker, die sie gemeinsam absolvieren.

aeoon Technologies in Kramsach ist ein international tätiger Hersteller von maßgeschneiderten industriellen, digitalen Textildruck-Lösungen. Dazu braucht der Betrieb nicht nur Profis, sondern sorgt als Lehrbetrieb auch jetzt schon für gut ausgebildeten Nachwuchs.

Aktuell sind bei aeoon zwei Lehrlinge auf dem besten Weg zu ihren Abschlüssen. Tobias Obermoser und Melvin Somweber befinden sich gerade beide im zweiten Lehrjahr ihrer Ausbildung zum Mechatroniker und Fertigungstechniker. Auch wenn die beiden auf sehr unterschiedlichen Wegen zu ihren Lehrplätzen gefunden haben, verbindet sie neben dem Ausbildungsplatz auch die Begeisterung für Technik.

Absicht & Zufall

Für Obermoser war die Lehre die klare Wahl. Er wollte nach der Schule eine Ausbildung „zum Anfassen“, bei der er sich aktiv einbringen und praktische Erfahrung sammeln kann. Denn der 16-Jährige schraubt und bastelt seit jeher gerne und hat nicht nur zwei 3D-Drucker zu Hause stehen, sondern auch eine selbst gebaute Fräse. „Als ich die meinem Onkel gezeigt habe, hat er mir empfohlen, es bei aeoon zu versuchen“, erzählt er. Beim Schnuppern hat es gleich klick gemacht. „Ich habe den Betrieb echt toll gefunden. Das Klima hier ist super und relativ locker im Vergleich zu anderen Unternehmen, bei denen ich geschnuppert habe. Da war eigentlich sofort klar, dass ich hier richtig bin.“ Dafür nimmt er auch gerne jeden Tag den 90-minütigen Weg zu seinem Lehrbetrieb und zurück nach Hause in Kauf.

Somweber dagegen ist zwei Jahre älter und eher zufällig bei der Fertigungstechnik und Mechatronik gelandet – ein Glücksgriff, wie er jetzt sagt: „Ich war eigentlich Praktikant im Büro“, berichtet er. „Aber das war nicht so mein Ding.“ Also durfte er sich in der letzten Praktikumswoche in der Werkstatt ausprobieren. „Und da hat es mir sofort gefallen. Ich bin technisch sowieso interessiert und es hat richtig Spaß gemacht, mit Maschinen zu arbeiten und Neues dazuzulernen.“

An vorderster Front

Und dazu gibt es bei aeoon reichlich Gelegenheit. Der Tiroler Betrieb ist ein Weltmarktführer im Bereich des industriellen digitalen Textildrucks und tut sich vor allem durch individuelle Lösungen hervor. Dementsprechend gibt es nicht nur immer etwas zu tun, sondern auch immer neue Herausforderungen, bei denen Know-how ebenso wie kreatives Denken gefragt ist. „Außerdem werden wir auch als Lehrlinge eingebunden“, erzählt Obermoser. „Es gibt also durchaus Projekte, wo wir uns erst selbst auf Lösungssuche begeben und einbringen können, bevor die Entscheidungen getroffen werden. Und das ist eine tolle Herausforderung.“ Und ganz generell seien sowohl die Ausbildung als auch der Beruf extrem abwechslungsreich, pflichtet ihm Somweber bei: „Wir lernen und kombinieren Elemente aus der Elektrotechnik genauso in der Ausbildung wie Fräsen oder Drehen, was eigentlich in die Schlosserei gehört. Das macht den Alltag echt spannend. Nur in der Berufsschule ist’s dadurch ein wenig komplexer.“

Lernen und Machen

Zu der haben die beiden Lehrlinge etwas unterschiedliche Zugänge. Für Obermoser ist die theoretische Ausbildung ein nötiges Übel. „Das gehört dazu“, meint er. „Und natürlich bereitet man sich vor und arbeitet mit. Aber in der Werkstatt oder an der Fräse bin ich, glaub ich, besser aufgehoben.“ Somweber lernt dagegen begeistert – auch die Theorie. „Ich bin ein Schulmensch“, meint er. „Mich auf eine Prüfung vorzubereiten und mein eigenes Wissen zu testen, macht mir Spaß. Vor allem, wenn ich dann den Beleg vor mir sehe, was ich erreicht habe.“ Nicht zuletzt deswegen denkt er auch darüber nach, nach seinem Lehrabschluss die Matura nachzuholen. „Damit hätte ich die perfekte Kombination, mich weiterzuentwickeln“, meint er.

Gute Perspektive

Doch egal was kommt: Wenn sich die Möglichkeit bietet, würden die beiden ihrem Lehrbetrieb auch nach ihrer Ausbildung gerne treu bleiben. „In unserer Branche ist aeoon einer der Weltmarktführer“, sagt Obermoser. „Hier zu lernen, ist sehr toll. Und mitzuarbeiten – auch nach der Lehre – ist definitiv ein Ziel, das wir beide hätten.“ Die Chancen dafür stehen wohl nicht schlecht. „Mechatronik ist ebenso wie industrieller digitaler Textildruck, insbesondere wenn es um Speziallösungen geht, total gefragt“, bestätigt Somweber. „Ich denke, um Arbeit werden wir uns auch nach der Lehre keine Sorgen machen müssen.“

31. Oktober 2023 | AutorIn: Daniel Feichtner | Foto: Franz Oss

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