Zum Jahresende 2025 sind in Tirol 9.700 junge Menschen in einer Lehrausbildung – das entspricht einem Rückgang von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders betroffen sind Handel und Industrie, während der Tourismus sowie Banken und Versicherungen ihre Ausbildungszahlen stabil halten oder leicht steigern konnten. Insgesamt bilden 2.896 Betriebe in Tirol Lehrlinge aus.
Wirtschaftliche Lage drückt auf Ausbildungszahlen
Die konjunkturellen Rahmenbedingungen wirken sich spürbar auf die Lehrlingszahlen in Tirol aus. Im Vergleich zu 2024 ist die Gesamtzahl der Lehrlinge um 425 auf 9.700 gesunken. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei den Lehranfänger:innen aus – hier beträgt das Minus 7,1 %.
WK-Präsidentin Barbara Thaler führt die Entwicklung auf die schwierige wirtschaftliche Gesamtsituation zurück:
„Dieses Ergebnis spiegelt die aktuell weiterhin sehr schwierige wirtschaftliche Situation für die Tiroler Betriebe wider.“
Branchenentwicklung: Rückgänge in der Industrie, stabile Zahlen im Tourismus
Die Zahlen zeigen ein differenziertes Bild je nach Branche:
Während der produzierende Bereich und der Handel mit deutlichen Rückgängen kämpfen, entwickeln sich andere Bereiche positiver. So konnten der Tourismus sowie Bank und Versicherung ihre Ausbildungszahlen halten oder leicht ausbauen – trotz des angespannten Umfelds.
Gewerbe und Handwerk bleibt stärkste Ausbildungsbranche
Mit 4.898 Lehrlingen ist das Gewerbe und Handwerk weiterhin die größte Sparte in der Tiroler Lehrlingsausbildung. Es folgen:
- Industrie: 1.226 Lehrlinge
- Handel: 1.104 Lehrlinge
- Tourismus und Freizeitwirtschaft: 939 Lehrlinge
- Transport und Verkehr: 283
- Information und Consulting: 176
- Bank und Versicherung: 127
Weitere 871 Lehrlinge werden in Einrichtungen außerhalb der Gewerbeordnung ausgebildet – darunter das Land Tirol, Kammern, Rechtsanwaltskanzleien und ärztliche Institutionen. 76 Lehrlinge befinden sich in überbetrieblichen Ausbildungszentren.
Tirols Lehrbetriebe: Engagement trotz Herausforderungen
Insgesamt engagieren sich 2.896 Tiroler Betriebe in der Lehrlingsausbildung. Die meisten davon im Gewerbe und Handwerk (1.739 Betriebe). Weitere große Bereiche sind:
- Tourismus und Freizeitwirtschaft: 351 Betriebe
- Handel: 326
- Information und Consulting: 115
- Industrie: 90
- Transport und Verkehr: 82
- Bank und Versicherung: 37
- Weitere lehrberechtigte Institutionen: 259
Diese Zahlen belegen: Auch kleinere Branchen leisten einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung des Fachkräftenachwuchses.
Matura und Lehre: Kombination wird beliebter
Ein erfreulicher Trend zeigt sich bei Jugendlichen mit Matura: Immer mehr entscheiden sich nach ihrer schulischen Ausbildung für eine duale Lehre. Aktuell absolvieren 410 Maturant:innen eine Fachberufslehre in Tirol.
Fachkräftekoordinator David Narr hebt hervor:
„Trotz des leichten Rückgangs bleibt die Qualität der Fachberufslehre auf einem hohen Niveau. Besonders erfreulich: Immer mehr Maturantinnen und Maturanten entscheiden sich nach ihrer Schulbildung für eine duale Ausbildung.“
Darüber hinaus steigt die Zahl der diplomierten Lehrlingsausbilder:innen kontinuierlich. Auch die Zahl der Ausgezeichneten Tiroler Lehrbetriebe ist auf 245 gewachsen – dort wird rund ein Drittel aller Lehrlinge ausgebildet.
Ausblick 2026: Jetzt in Fachkräfte von morgen investieren
Das aktuelle TOP TIROL Konjunkturbarometer gibt einen vorsichtigen Ausblick auf eine leichte wirtschaftliche Erholung im Jahr 2026. Für die Wirtschaftskammer Tirol ist klar: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in die Ausbildung zu investieren.
Präsidentin Thaler und Fachkräftekoordinator Narr richten daher einen Appell an die Betriebe:
„Schon jetzt Fachkräfte auszubilden“ sei entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Die Wirtschaftskammer Tirol setzt dabei weiterhin auf gezielte Förderung, Qualitätssicherung und die Stärkung der dualen Ausbildung – um langfristig Fachkräfte zu sichern und jungen Menschen echte Perspektiven zu bieten.
Fazit: Jetzt Tirols Fachkräfte von morgen sichern
Die Lehrlingszahlen 2025 machen deutlich: Tirol steht vor einem strukturellen Wandel in der Ausbildung. Während einige Branchen mit Rückgängen kämpfen, investieren andere gezielt in ihren Nachwuchs – ein entscheidender Schritt für die Zukunft der regionalen Wirtschaft. Besonders erfreulich: Die duale Ausbildung bleibt attraktiv, auch für Jugendliche mit Matura, und Tirols ausgezeichnete Lehrbetriebe setzen weiter auf Qualität und Engagement.
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