|
Die Kurzform: Das hat man verkehrspolitisch ordentlich vergeigt. Die etwas längere: Wenn der Brennerbasistunnel – voraussichtlich erst 2034 – eröffnen wird, gibt es aus heutiger Sicht nur eingeschränkten Feierbedarf. Deutschland hat nämlich nach wie vor keine Eile, die marode Bahnstrecke von München nach Kiefersfelden – den sehr wichtigen Zulauf für die Brennerstrecke – vor 2050 zu sanieren. Und auch Österreich steigt auf die Bremse. Die Modernisierung des nicht weniger wichtigen Zulaufs zwischen Kufstein und Radfeld wurde jetzt aus Budgetgründen sogar auf unbestimmte Zeit verschoben. Für uns TirolerInnen bedeutet das vor allem, dass die Lkws unter diesen Bedingungen großteils auf der Straße bleiben werden und die erhoffte Entlastung bestenfalls für kommende Generationen erlebbar sein wird. Ein kleiner Trost: Die Strecke Innsbruck–Bozen wird dann in gut 50 Minuten zu schaffen sein, schnelle Südtirolausflüge und Cappuccinotermine auf dem Waltherplatz rücken also in greifbare Nähe. Ob diese Annehmlichkeit alleine eine 10-Milliarden-Euro-Investition rechtfertigen kann, bleibt aber wohl mehr als fraglich. |