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Ein Kreislauf, den man durchbrechen muss!

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Ein Kreislauf, den man durchbrechen muss!

Wenn wir nicht aufhören, Gehälter ständig an die Inflation anzupassen, wird sich diese nie wieder in normalen Bahnen bewegen.

Die Gewerkschaft tut, was die Gewerkschaft tun muss. Und dasselbe gilt wohl auch für die Interessenvertretung der Metallindustrie. Dass man sich in diesem Jahr besonders schwer einigen kann, ist aber ein gutes Zeichen, besteht doch die wohl letzte Chance, die Inflationsspirale endlich zu stoppen.

Gefragt wäre jetzt ein klares Statement der Politik, das es aber natürlich auch hier nicht geben wird. Denn die Inflation scheint zwar aktuell zurückzugehen, doch ihr größter Treiber bleiben die ständig steigenden Gehälter. Die Spirale Inflation – Preiserhöhung – Lohnerhöhung – Inflation – Preiserhöhung muss endlich durchbrochen werden.

Es geht schon lange nicht mehr um den bösen Konzern, der seinen MitarbeiterInnen nicht mehr bezahlen möchte. Es geht um Unternehmen, die jedenfalls in Österreich unter diesen Bedingungen nicht überleben und damit auch keine Menschen mehr beschäftigen werden können. Es drohen Insolvenzen, Firmenabwanderungen und Massenarbeitslosigkeit, wenn Österreich weiter konsequent daran arbeitet, sich zum unattraktivsten Wirtschaftsstandort Europas zu entwickeln.

Österreich arbeitet konsequent daran, der unattraktivste Wirtschaftsstandort Europas zu werden. 

Auch real bringt den ArbeitnehmerInnen eine inflationsangepasste Erhöhung ihrer Gehälter wenig, wenn diese sofort durch Erhöhungen der Alltagskosten aufgefressen werden. Mit Nachdenken gibt es nur eine Lösung: Erhöhung von niedrigen Gehältern (z. B. bis 2.000 Euro brutto) um das Doppelte der Inflation, egal ob mit oder ohne Kollektivvertrag, damit die Menschen, die von der Teuerung am härtesten betroffen sind, auch wirklich Hilfe erfahren. Erhöhung aller Gehälter darüber um maximal 50 Prozent der Inflation, zumindest bis wir unsere Wirtschaft wieder im Griff haben.

Oder anders formuliert: Lieber jetzt Klartext reden als blindlings Gehälter für Jobs erhöhen, die es bald aufgrund dieser Erhöhungen nicht mehr geben könnte.

03. November 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Shutterstock

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