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Gedanken zur Arbeit

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Gedanken zur Arbeit

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Teil 1

Feiertag der Woche

Anlässlich des Feiertags gibt es diese Woche einen monothematischen Newsletter, in dem der „Tag der Arbeit“ eine unternehmerische Betrachtungsweise erfährt. So stellt sich natürlich ganz grundsätzlich erst einmal die Frage, warum ausgerechnet am Tag der Arbeit nicht gearbeitet wird. Habe ich Themen- und Feiertage demnach immer falsch verstanden und hätte ich am „Tag des Bieres“ etwa gar kein Bier trinken dürfen?

Der 1. Mai ist schon seit 1919 ein offizieller Feiertag, seit 1949 sogar der offizielle Staatsfeiertag. Seinen Kosenamen „Tag der Arbeit“ hat er der Sozialdemokratie zu verdanken, die diesen Tag bis heute dafür nutzt, um an die Rechte der Arbeiterschaft und die Pflichten der Unternehmerschaft zu erinnern.

Ein Dauerthema von Anfang an: Der Acht-Stunden-Tag darf nicht angegriffen werden! Ein Thema aktueller denn je, nur andersrum: Eine Wieder-Erhöhung der realen Arbeitszeit auf acht Stunden pro Tag? Dafür würde ich sofort mitmarschieren. Für die Beibehaltung einer Fünf-Tage-Woche und die Abschaffung des Homeoffice würde ich sogar den einen oder anderen Maibaum bekraxeln. Apropos Homeoffice:

 

Teil 2

Schnapsidee Der Woche

Homeoffice

Vor Corona in den meisten Büros verpönt oder gar verboten, ist es inzwischen nicht nur Normalität, sondern fast schon ein Recht: das Homeoffice. Die größte Schnapsidee: Firmen verwenden das Arbeiten von zu Hause mittlerweile als Benefit. „Bis zu drei Tage Homeoffice“ liest man in Stelleninseraten, als wäre daheim plötzlich der beste Ort für Arbeit. Arbeit sollte im Team stattfinden und auch im Büro, und das aus zwei guten Gründen: Die Identifikation mit der Firma kann nur vor Ort steigen, ein Teamgefühl kann nur im echten Leben entstehen. Wer als ArbeitgeberIn nicht austauschbar sein will, macht Homeoffice zur Ausnahme. Und: Es ist mühsam. Ständig ist jemand nicht da, den man braucht, und Meetings können eigentlich nur noch online stattfinden.

Auch der oder die ArbeitnehmerIn will übrigens per se kein Homeoffice und ist lange gut ohne dieses ausgekommen. Er will private Erledigungen in der Arbeitszeit schnell und unkompliziert erledigen können. Er will ein Kind von A nach B führen, kurz etwas einkaufen oder auch mal länger privat telefonieren können. UnternehmerInnen, die sich in diesen Bedürfnissen flexibel zeigen, können ein Homeoffice-Verbot deshalb bedenkenlos durchsetzen. Arbeit gehört in die Arbeit und nicht nach Hause, sonst gibt es bei Work-Life irgendwann nichts mehr zu balancieren.

 

Teil 3

Frage der Woche

KI JOBS

Wie viele Jobs killt die KI und vor allem wann? Der ausgewiesene KI-Experte Pip Klöckner liefert eine interessante Einschätzung zu dieser omnipräsenten Frage. Er meint, dass bei etablierten Firmen in den nächsten zehn Jahren sehr wenig passieren wird. Warum? Die Digitalisierung gibt es seit inzwischen über drei Jahrzehnten, und wenn man sich große Companys oder gar öffentliche Einrichtungen ansieht, ist in dieser Zeit oft sehr wenig passiert. Immer noch viele Zettel, ineffiziente Arbeitsabläufe und wenige technische Neuerungen prägen die Systeme vieler großer Unternehmen. Warum ausgerechnet die, die schon die Digitalisierung verschlafen haben, jetzt mit KI effizienter werden und Millionen Menschen entlassen sollen, ergibt für Klöckner deshalb keinen Sinn. 

Die größte Chance zur Disruption sieht er für Start-ups, die künftighin dank KI mit drei statt dreißig MitarbeiterInnen auskommen könnten. Kurzum: KI ist gekommen, um zu bleiben, und wird mittelfristig alles verändern! Das dauert aber noch. Die gute Nachricht für Menschen mit wenig Freude an Veränderung und starken Heimatgefühlen: Wann immer KI unsere Arbeitswelt aufräumen wird, in Österreich findet die Transformation bekanntlich noch um zehn Jahre zeitverzögert statt. Laut Klöckners These wird sich also hierzulande locker mal 20 Jahre nicht allzu viel ändern.

 

Teil 4

After-Work-Spot der Woche

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Ein unverhandelbares Argument, das für die Arbeit im Büro spricht: After-Work-Drinks. Der eine darf sein Tagewerk schon um 15 Uhr mit einem Aperol Spritz belohnen, manch anderer stößt erst um 17 Uhr oder gar später dazu und darf dafür vielleicht länger bleiben. Der neueste Hotspot für After-Work-Drink-Fans hat letzte Woche im neuen RAIQA aufgesperrt. Auf dem Dach der neuen Riesen-Raiffeisen in der Adamgasse bietet das Loft9 einen atemberaubenden Blick über Innsbruck und die umliegende Bergwelt. Kein Wunder, dass der Ansturm vom ersten Tag an immens war. Für alle, die noch nicht dort waren: Stellen Sie es sich wie eine Skybar in New York vor, nur mit einem Unterschied: In New York gibt es keine so große Skybar. Das Loft9 und seine Terrassen sind jedenfalls riesig und versprühen Großstadtflair – mögen sie weiterhin gut gefüllt bleiben.

01. Mai 2026 | AutorIn: Michael Steinlechner | Foto: Gemini AI, Target Group

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