Diese Woche wurde bekannt, dass Martha Schultz die Wirtschaftskammer Österreich nicht nur interimistisch, sondern bis zur nächsten Wahl im Jahr 2030 führen wird.
So hat die WKO jetzt eine Präsidentin, die nie gewählt wurde. Seit 2019 ist das aber kein Problem mehr. Wir erinnern uns: Ursula von der Leyen wurde damals sogar EU-Kommissionspräsidentin, ohne dass sie je zur Wahl stand.
Was mich aber mehr umtreibt als die Tatsache der Nicht-Wahl, ist die Frage, ob Martha Schultz die Richtige für Reformen in der Wirtschaftskammer ist. An grundsätzlicher Managementkompetenz fehlt es der Paradeunternehmerin sicherlich nicht, sie ist aber seit 2010 Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer. Seit 15 Jahren ist sie also Teil des alten Systems und hat dieses mitgetragen und gestaltet. Jetzt soll ausgerechnet sie die große Reformerin der eigenen Vergangenheit werden? Nicht unmöglich, aber schwierig.
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