|
Es ist ein teures Dilemma. Immer mehr Menschen arbeiten im öffentlichen Bereich, obgleich die Arbeit, die dort anfällt, dank technischer Errungenschaften zwangsläufig weniger werden wird. |
|
Rund 4.500 MitarbeiterInnen zählt zum Beispiel das Amt der Tiroler Landesregierung und ich behaupte mal ganz frech aus der Ferne: Mit dieser Anzahl führe ich einen Großkonzern, ein Drittel gehört jedenfalls abgebaut, wahrscheinlich sogar die Hälfte. Und hier sind wir schon beim großen Dilemma: Im öffentlichen Dienst wird man nicht gekündigt, auch wenn man nicht mehr gebraucht wird: die 16.000 BeamtInnen in Tirol sowieso nicht, aber auch eigentlich sonst niemand, der sein Gehalt aus Steuergeld bezieht. |
|
Das ist eine denkbar dumme Angewohnheit. Erstens ist das ständige Aufbauen teuer, zweitens entzieht die öffentliche Hand der Privatwirtschaft wichtige MitarbeiterInnen, vielleicht sogar Fachkräfte. Und drittens wäre es doch völlig wurscht, wenn man Personal im öffentlichen Bereich abbaut. Man bezahlt es ja dann ohnehin in Form von Arbeitslosengeld weiter, linke statt rechte Tasche sozusagen. |
|
Denn es liegt in der Natur des Menschen, dass sich niemand freiwillig meldet, wenn er zu wenig Arbeit hat. Die öffentliche Hand ist ein toller, weil verlässlicher Arbeitgeber und nur die wenigsten würden ihn wohl freiwillig verlassen. Deshalb muss das die öffentliche Hand proaktiv angehen. Liebe Republik, liebe Länder, liebe Städte, liebe öffentliche Institutionen:
|
|
Kommen wird es übrigens genau andersrum. Der öffentliche Sektor wird sich so etwas wie einen KI-Schutz einfallen lassen und versprechen, dass niemand wegen der künstlichen Intelligenz seinen Job verlieren wird. Es werden dann sinnlose Tätigkeiten weiterhin von überbezahlter Menschenhand ausgeführt, die Effizienz wird noch weiter sinken, während die Kosten explodieren. Wir werden uns wohl noch lange darüber ärgern dürfen, dass uns die öffentliche Hand mit unserem Steuergeld Fachkräfte vom Arbeitsmarkt wegschnappt, um diese dann nicht einmal ausreichend und sinnvoll zu beschäftigen. Verpassen Sie ab sofort keinen Newsletter mehr! Jeden Freitag liefert Ihnen top.tirol insights spannende Wirtschaftsnachrichten. Um den vollständigen Newsletter zu genießen, abonnieren Sie ihn jetzt gleich! |