Ziemlich genau vor fünf Jahren, am 23. März 2021, blockierte das Containerschiff „Ever Given“ für knapp eine Woche den Suezkanal. Noch bevor die Meldung alle erreicht hatte, wurden Waren auf der ganzen Welt teurer, auch diejenigen, die zu diesem Zeitpunkt schon seit Wochen im Supermarktregal standen.
Ein ähnliches Phänomen mussten wir diese Woche dank des Angriffs auf den Iran erleben. Gefühlt vor dem ersten Drohneneinschlag und tatsächlich noch bevor Ali Chamenei umgebracht wurde, schnellte der Sprit- und Gaspreis in die Höhe. 20, 30 Cent wurde der Liter an der Tankstelle plötzlich teurer, kratzte da und dort an der 2-Euro-Marke. Bleibt nur eine Frage offen: Warum? Das Öl und Gas, das wir aktuell kaufen können, ist ja schon lange im Land und wurde zu weit günstigeren Preisen angeschafft. Warum müssen wir also für etwas mehr bezahlen, das noch gar nicht teurer ist? Und warum schauen die Staaten dabei zu, wie ihre BürgerInnen einfach auf die Schnelle abgezockt werden, weil große Firmen den Krieg als Anlass für mehr Profit missbrauchen?