In Zeiten von wenig Geld und angeschlagenen Budgets wird die Stadt Innsbruck jetzt kreativ. Um dem Haushalt 8 Millionen Euro zuzuführen, plant man rund 170 Wohnungen zu verkaufen – auf dem kurzen Weg an die Neue Heimat Tirol, die dem Land Tirol und auch der Stadt Innsbruck gehört. Bei dem Linke-Tasche-rechte-Tasche-Deal stößt der Opposition vor allem der Preis auf. Bei 170 Wohnungen kommt man nämlich rechnerisch auf durchschnittlich nur 47.000 Euro pro Wohnung – ein Preis, für den man in Innsbruck normalerweise nur einen Garagenplatz erwerben kann, aber sicherlich keinen Wohnraum. Ein weiterer Kritikpunkt: Verkauf von Besitz hat nicht wirklich etwas mit Sparsamkeit zu tun. Anstatt den Sparstift anzusetzen, werde Eigentum verscherbelt.
Der aktuelle Fall lenkt allerdings vom eigentlichen Problem der Stadt Innsbruck ab: Es fehlt an allen Ecken und Enden an leistbarem Wohnraum. Dass man diesen nicht schafft, indem man Wohnungen verkauft, dürfte allen Beteiligten klar sein.
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