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Wirtschaftskammer Österreich

Vorbild der Woche

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Wer glaubt, dass sich „die da oben überhaupt nicht mehr spüren“, dem kann man diesen Gedanken derzeit noch weniger verübeln als sonst. Nach der einzigartig dummen Idee, das Budget für soziale Einrichtungen für Behinderte zu kürzen, folgte kurz darauf der nächste Wahnsinn. Trotz Rekordgewinn im letzten Jahr will der Landesenergieversorger TIWAG die Preise nächstes Jahr kräftig anheben. 

Die Bumerang-Selbstzerstörungsidee dieser Woche kommt allerdings aus der Wirtschaftskammer. Was passieren hätte sollen: Die Wirtschaftskammer als Vertreterin der Wirtschaft hätte ihren rund 5.800 MitarbeiterInnen eine Mail schreiben müssen, in der sie sie vorwarnt, dass gerade die Kammer der Wirtschaft in Zeiten wie diesen ein echtes Vorbild sein muss. Dann hätte man stolz verkünden müssen, dass man mit besonders gutem Beispiel vorangehen möchte und die Gehälter der MitarbeiterInnen deshalb vorerst überhaupt nicht erhöht. Das wäre ein starkes Signal gewesen, zudem ein Kompetenzbeweis und hätte auch die erwünschte Vorbildfunktion für weitere Lohnabschlüsse einnehmen können.

Was man stattdessen getan hat: 4,2 Prozent Erhöhung kommuniziert, sich für diese gerechtfertigt und sich dann durch die gesamte Medienlandschaft watschen lassen. Und als ob das nicht schon übel genug wäre, beendete Oberkämmerer Harald Mahrer am Mittwoch in lupenreiner Trump-Manier die Debatte und sprach, wie er es selbst nannte, ein Machtwort. Er halbierte die Erhöhung auf 2,1 Prozent, was nicht nur wie ein Schuldeingeständnis wirkt, sondern vor allem für verärgerte und frustrierte MitarbeiterInnen in der Kammer sorgen dürfte. Vielleicht kam auch deshalb kurz darauf der Rückzieher vom Rückzieher. Irgendwie sollen es jetzt doch 4,2 Prozent werden, aber erst Mitte nächsten Jahres. 

Geschafft hat die Wirtschaftskammer mit diesem Hin und Her genau das, was sie am meisten vermeiden möchte: der Unternehmerschaft ohne Not einen Anlass zu liefern, die Kammer als solche überhaupt infrage zu stellen.

 

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07. November 2025 | AutorIn: Michael Steinlechner | Foto: AI generated

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