Es war keine gute Woche für den deutschen Autobauer Volkswagen. Bei der Präsentation der Bilanz musste man nicht nur eingestehen, dass sich der Gewinn gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert hatte, sondern auch die Zahlen für den geplanten Stellenabbau nach oben korrigieren. Bis 2030 will der Konzern seine Belegschaft allein in Deutschland um 50.000 Menschen reduzieren, jeder sechste VWler soll zumindest nicht nachbesetzt werden.
Schlechte Nachrichten, die aber immerhin die Realität abbilden. Das kann man von der Vorstandsvergütung im VW-Konzern nicht wirklich behaupten. Eine Klausel in den Verträgen löst einen Extrabonus in der Chefetage aus, wenn der sogenannte Netto-Cashflow die Marke von 5,6 Milliarden Euro übersteigt. Das ist 2025 gelungen, weil man im Lagermanagement und auch bei Forschung und Entwicklung einsparen konnte – der Nettocashflow für 2025 erhöhte sich auch deshalb auf 6,4 Milliarden Euro.
Kurzum: VW konnte 2025 weder den Absatz an Autos steigern noch den Umsatz oder den Börsenwert nach oben treiben. Der Gewinn schrumpfte sogar von 19,1 Milliarden auf nur noch 8,9 Milliarden Euro. Dennoch erhalten die acht Vorstände jeweils bis zu 1,75 Millionen Euro Extraboni aufgrund des gesteigerten Netto-Cashflows. Was als Belohnungstrick für ein schlechtes Jahr gewertet werden kann, ist jedenfalls ein katastrophales Symbol, wenn man bedenkt, dass der VW-Mitarbeiterbonus für Mai 2026 – knapp 3.000 Euro pro Angestelltem – erstmals ausgesetzt wird.