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Inflationstreiber: Spritpreise

Warum die Regierung nicht eingreift

Inflationstreiber: Spritpreise

Warum die Regierung nicht eingreift

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Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, wie sich die hohen Spritpreise auf die Inflation auswirken werden. Und man fragt sich: Warum greift die Regierung nicht ein? Ein genauer Blick zeigt: Sie könnte, aber es ist kompliziert.

Von jedem Liter Benzin erhält der Staat nämlich fix 48,2 Cent Mineralölsteuer und 12,5 Cent CO2-Steuer, der Einfachheit halber machen wir 60 Cent daraus. Dann nehmen wir den Vor-Iran-Preis von rund 70 Cent pro Liter Benzin, den die Mineralölkonzerne selbst kassieren, und kommen damit auf 1,30 Euro pro Liter. Jetzt packen wir noch 20 Prozent Mehrwertsteuer oberndrauf und kommen eben bei den rund 1,55 Euro raus, die ein Liter Benzin vor dem Krieg gekostet hat. Von diesen 1,55 Euro gehen also fast 60 Prozent an den Staat. 

Wenn der Liter Benzin nun zum Beispiel 50 Cent mehr kostet, bleibt das, was der Staat an Mineralöl- und CO2-Steuer verdient, gleich, weil es sich ja um eine Fixsteuer pro Liter handelt. Der Staat profitiert von einem höheren Benzinpreis also nur durch die damit verbundene höhere Mehrwertsteuer, in unserem Beispiel übrigens 8 Cent. Zumindest diese Steigerung sollte der Staat natürlich umgehend aussetzen.  

Auch ein alternatives oder zusätzliches vorübergehendes Aussetzen der CO2-Steuer wäre wohl ein sinnvolles Instrument, um den Spritpreis und die damit verbundene Inflation nach unten zu bringen. Kombiniert wäre der Liter Benzin an der Tankstelle dadurch jedenfalls gut 20 Cent günstiger.

15. März 2026 | AutorIn: Michael Steinlechner | Foto: Freepik

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