In unsere allseits beliebte Rubrik „Gut gemeint, aber doch leicht daneben“ haben es diese Woche die ISD geschafft. In ihrer Presseaussendung verkündeten sie kürzlich, dass Margit Holzhammer Mitte September die Geschäftsführung übernehmen wird. Als Betreff und Headline wählte man dafür die Worte „ISD wird weiblich“. Das ist aus drei Gründen seltsam.
1.) Die ISD werden nicht, sondern sind schon längst weiblich. Von den über 1.500 MitarbeiterInnen, die vorwiegend in der Pflege beschäftigt sind, sind die meisten nämlich schon jetzt Frauen.
2.) Weiblich ist per se kein qualitatives Adjektiv. Oder anders formuliert: Wäre der neue Geschäftsführer zum Beispiel homosexuell, würde man ja auch nicht verkünden: „ISD wird schwul.“
3.) Kritisch zu betrachten ist aber vor allem die Rückschrittlichkeit der Aussage. Wir hoffen zumindest, dass Margit Holzhammer den Posten ob ihrer Qualifikation erlangt hat und nicht deshalb, weil sie eine Frau ist.