Porsche 911 GT3: Drehzahlsüchtig

Der neue Porsche 911 GT3 steckt voller technischer Highlights. Bei der Entwicklung verfolgten die Ingenieure vor allem ein Ziel: Die Performance des Hochleistungssportwagens weiter zu steigern, ohne dabei an Alltagstauglichkeit einzubüßen. Eine große Bedeutung kommt dem Zusammenspiel der Techniker aus der Serienentwicklung mit den Spezialisten der Motorsportabteilung zu.

„Wenn die gleichen Ingenieure, die unsere Rennautos entwickeln, an der Konstruktion eines neuen GT-Autos für die Straße arbeiten, dann ist das der unmittelbarste Technologietransfer, den ich mir vorstellen kann“, sagt Andreas Preuninger, Leiter GT-Fahrzeuge.

Besonders offensichtlich ist der technische Fortschritt im Bereich der Aerodynamik. Erstmals ist bei einem Porsche-Serienfahrzeug ein hängend angebundener Heckflügel verbaut. Seine Schwanenhals-Aufhängung kommt in ähnlicher Form beim GT-Rennfahrzeug 911 RSR, sowie beim Markenpokal-Rennwagen 911 GT3 Cup zum Einsatz. Da zwei Aluminium-Winkel das Flügelelement von oben halten, kann der Fahrtwind die aerodynamisch empfindlichere Unterseite störungsfrei umfließen. Die auf diese Weise reduzierten Strömungsverluste erhöhen den Abtrieb und führen gemeinsam mit vielen weiteren Detailmaßnahmen zu einem gut ausbalancierten Anpressdruck. „Wir haben die Aerodynamik des neuen 911 GT3 in rund 700 verschiedenen Simulationen entwickelt. Für den Feinschliff waren wir mit dem Auto mehr als 160 Stunden im Windkanal“, sagt Aerodynamiker Mathias Roll.

Hochdrehzahl-Motor

Noch zeitintensiver waren die Versuche auf dem Prüfstand bei der Entwicklung des Hochdrehzahl-Saugmotors mit 4,0 Liter Hubraum. „Insgesamt ist der Motor des neuen GT3 mehr als 22.000 Stunden auf dem Prüfstand gelaufen. Dabei haben wir immer wieder typische Rundstreckenprofile simuliert und sind einen sehr hohen Volllastanteil gefahren“, erklärt Thomas Mader, Projektleiter GT-Straßenmotoren. Der gierig auf Gaspedalbefehle ansprechende Antrieb basiert auf dem Rennaggregat des GT3-Rennfahrzeugs 911 GT3 R und kommt praktisch unverändert auch im 911 GT3 Cup zum Einsatz. Mit 510 PS ist er nochmals 10 PS stärker als im Vorgängermodell und erreicht seine Spitzenleistung bei 8.400/min. Erst bei 9.000 Touren limitiert die Elektronik die Drehfreude. Das maximale Drehmoment stieg von 460 auf 470 Nm.

Porsche bietet den neuen 911 GT3 ab 221.246 Euro an. Die Auslieferung beginnt schon im Mai.

 

  • POGT302

    Drehzahlen bis 9.000 Umdrehungen sind möglich

Porsche 911 GT3: Drehzahlsüchtig
Mit 510 PS ist der neue GT3 nochmals 10 PS stärker als im Vorgängermodell

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