Autos mit Geschichte: "Vergissmeinnicht"
Autos mit Geschichte: "Vergissmeinnicht"
Der Ferrari F40 stand als letztes Modell unter der Führung von Enzo Ferrari

Autos mit Geschichte: "Vergissmeinnicht"

Es gäbe wahrlich viele davon: Autos, die Geschichten schrieben - Manche für die Welt, andere für die Automobilentwicklung und einige für die ganz persönliche Erinnerung an längst vergangene Tage. An die schönen Zeiten sozusagen. Wir haben 14 davon herausgepickt, zu denen wir zwar nicht zwangsläufig eine persönliche Beziehung haben, die für uns aber eindeutig „Vergissmeinnichts“ sind.

 

BMW Isetta

BMW stand Mitte der 1950er-Jahre kurz vor der Pleite und benötigte ein neues Modell, ohne dafür größere Entwicklungskosten aufwenden zu müssen. Beim Turiner Autosalon 1954 fand BMW die Lösung: Auf dem Stand von Iso Rivolta, einem italienischen Hersteller von Kühlschränken und Miniautos, stand ein Dreirad mit einer riesigen Fronttür: die Iso Isetta. BMW erwarb die Lizenzrechte für die Isetta und die Produktionsanlagen gleich mit.

Fiat 500

Fiat „Fabbrica Italiana Automobili Torino“ wurde im Jahre 1899 in Turin gegründet und stellte 1957 sein emblematisches Fahrzeug vor: den Fiat 500. Dieser war für die Motorisierung der Fahrzeuge nach dem Krieg zuständig und wurde daher zu einer Ikone. Der 500er wurde von Dante Giacosa entworfen und nach verschiedenen Versionen und fast 4 Millionen verkauften Einheiten 1975 eingestellt. Seit 2007 gibt es den neuen Fiat 500.

VW Käfer

Am 19. Januar 1978 geht eine Ära zu Ende: Im Werk Emden läuft der letzte bei VW in Deutschland gebaute Käfer vom Band. Bis 2003 wurde er danach noch in Mexiko gebaut.

Weltweit wurden knapp 22 Millionen VW-Käfer produziert. Damit gilt der Käfer als beliebtestes Auto aller Zeiten. Auch wenn der Golf bei den Produktionszahlen den Käfer überholt hat, bei den Oldtimern fährt der Käfer weiterhin allen anderen Modellen davon.

Ferrari F40

Der F40 war als Jubiläumsmodell zum 40-jährigen Firmenbestehen Ferraris gedacht und ist gleichzeitig das letzte Modell, welches unter der Führung von Enzo Ferrari selbst enstand.

Die offizielle Präsentation des Ferrari F40 fand am 21. Juli 1987 im Civic Centre in Maranello statt. Und der Sportwagen war damals nicht nur eine Zurschaustellung der neuesten Technologien, er war auch eine Rückbesinnung auf die Wurzeln des Herstellers, der schon immer Straßenfahrzeuge mit Rennwagen-Charakter entwickelte.

Ford GT

1963 lancierte Henry Ford II ein Motorsport-Programm, um im prestigereichsten Rennen in Le Mans, die vorherrschenden Ferraris zu besiegen.  Innerhalb eines Jahres wurde ein Fahrzeug auf die Beine gestellt, das genau 40 Zoll (1.029 mm) hoch war und daher den Namen GT 40 erhielt. Tatsächlich siegten die Ford GT 40 zwischen 1966 und 1969 viermal in Folge. Aus dem Rennwagen wurden auch Strassenfahrzeuge abgeleitet und auch dort waren sie Ferrari und Porsche überlegen, wurden trotzdem aber kein kommerzieller Erfolg.

Lancia Delta HF integrale

Sechs Rallye-WM-Titel (1987 bis 1992) in Folge beweisen, dass der Lancia Delta HF integrale nichts anbrennen ließ. Vom schmalen 4WD bis zum breiten EVO-Modell reichte das Angebot des Italieners. Zahlreiche Straßen-Sondermodelle wie der "Martini 6", oder die "Editione Finale" begeistern bis heute nicht nur Rallye-Fans. Inzwischen hat der Klassiker seine Karriere bei den Sammlern gestartet - die Preise steigen deshalb rasant. 

VW Bulli T1

1950 war das Geburtsjahr des VW Bulli T1. Ob als Transporter, Pritschenwagen, als Bus zur Personenbeförderung, als Urlaubsmobil oder als Camper: Mit der neugeschaffenen Fahrzeugkategorie "Bus-Klasse" gelang es VW damals, ein Fahrzeug auf den Markt zu bringen, dass eine Vielzahl an Nutzvarianten bereithält. Über Generationen fuhr sich das Kultmobil in die Herzen seiner Besitzer. Für manch einen wurde ein Traum wahr als er mit seinem Bulli als rollendes Bett zu neuen Abenteuern aufbrechen konnte. Der Bulli ist als treuer Begleiter immer tief in das Leben vieler Menschen integriert.

BMW M1

M1 – dieses Kürzel hat in der Sportwagenszene einen Ruf wie Donnerhall. Dahinter steht ein faszinierendes Fahrzeug, das BMW wie kein Zweites geprägt hat. Die rasante Form, der leistungs- und soundstarke Reihen-6-Zylinder-Motor und der prägnante Name verliehen dem M1 im Jahr 1978 von Geburt an die Anlagen, ein ganz Großer in der automobilen Welt zu werden – und er wurde zur Legende. Und das gilt bis zum heutigen Tag.

Alfa Romeo Spider

Er zählt zu den verführerischsten Sportwagen aller Zeiten und wurde zum automobilen Sinnbild des italienischen Dolce Vita. Kultdesigner Pininfarina kleidete den Alfa Spider in unvergänglich schöne Formen, die fast 30 Jahre, bis 1993 gebaut wurden. So überlebte der offene Zweisitzer alle Rivalen und genießt heute Kultstatus.

Mercedes SL 300

Kein anderer Sportwagen hat eine Aura wie der Mercedes-Benz 300 SL, kein Detail der Automobilgeschichte besitzt einen Wiedererkennungswert wie die Flügeltüren des Coupés. Der 300 SL ist Mitte der 50er-Jahre „ein Fahrzeug, das den Namen Mercedes-Benz wieder vergoldet“. Gebaut wurde der W198 zunächst als geschlossenes Coupé wie der zwei Jahre zuvor der Rennsportwagen (W194). Seine Flügeltüren sind ab dem ersten Einsatz bei der Mille Miglia im April 1952 ein gut in Szene gesetztes Spektakel. Heute ist der Flügeltürer kaum noch zu bezahlen.

Mini Cooper

Als am 18. August 1959 die ersten in Birmingham hergestellten classic Mini auf den Markt kamen, hätte sich wohl keiner der Beteiligten träumen lassen, dass sich das Konzept eines revolutionären Kleinwagens über fünfeinhalb Jahrzehnte hinweg zu einer der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten der Automobilindustrie entwickeln würde. Seit der Übernahme der Marke durch BMW und der Markteinführung des neuen MINI im Jahr 2001, hat sich dieses Prinzip bestätigt.

Opel Manta

1970 stellte Opel dem Ford Capri den Manta als Konkurrenten gegenüber, gezeichnet von Charles M. Jordan und mit deutlichen Anklängen an Sportwagen von Ferrari überzeugend. Technisch basierte der Manta auf dem Ascona, was sich auch bei seinem Nachfolger, Manta B genannt, nicht änderte. 1988 wurde die Produktion schließlich eingestellt. Bis heute ist der Opel Manta sowohl ein Liebhaber- als auch ein Kultfahrzeug geblieben.

Audi quattro

Die Ursprünge der quattro-Technologie reichen in den Winter 1976/77 zurück – damals unternahm eine Gruppe von Audi-Ingenieuren Testfahrten im tief verschneiten Schweden. Die revolutionäre Technologie hatte auf dem Genfer Salon 1980 im neuen Audi quattro, einem kantig gestylten Coupé mit 200 PS, ein glanzvolles Debüt. In der Rallye-WM feierte der quattro mit Walter Röhrl zahlreiche Siege. 1984 brachte Audi noch den exklusiven Sport quattro mit 306 PS auf den Markt und stellte die Produktion 1991 ein.

Porsche 959

Der Porsche 959 ist eines der wichtigsten Autos die jemals gebaut wurden, vollgestopft mit Technologie und Ur-Vater vieler Supercars. Die insgesamt 292 produzierten Modelle sind im Nu verkauft – Zuffenhausen kommt mit der Produktion des hochkomplexen Gefährts kaum nach. Lange waren die Porsche 959 so ein bisschen die Schnäppchen unter den Supersportwagen, doch dann zog es schnell an, heute gibt es keinen 959er mehr unter einer Million Euro.

Jaguar E-Type

Der bei seinem Debüt 1961 sensationelle E-Type reifte in 14 Baujahren zum Mythos und wurde 63.000 Mal gebaut. Neben der aufregenden Form reizten die Fahrleistungen des charismatischen Sportlers - und sein günstiger Preis. Die Endlos-Haube verbarg einen 3,8-Liter-Sechszylinder mit 265 PS. 1971 brachte Jaguar den Über-E-Type mit V12-Motor. Zählt heute zu den begehrtesten Klassikern.

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    Lancia Delta HF integrale 16V EVO1

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    Porsche 959

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    Mini Cooper

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    Opel Manta

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    VW (Brezel) Käfer

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    BMW Isetta

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    Ford GT40

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    Fiat 500

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    Jaguar E-Type

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    VW Bulli T1

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    BMW M1 (Pro Car)

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    Audi Quattro

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    Mercedes SL300 (Flügeltürer)

  • alfa-spider

    Alfa Romeo Spider

 

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