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Neuer Sacher Seefeld-Chef

David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor

David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor
David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor im Alpin Resort Sacher in Seefeld.
Neuer Sacher Seefeld-Chef

David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor

David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor
David Oberlindober wird mit 26 Jahren Hoteldirektor im Alpin Resort Sacher in Seefeld.

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Ein Pflichtpraktikum im Zuge seines Masterstudiums an der Luxury Hotel School Paris führte David Oberlindober im Juni 2022 als Direktionsassistent ins Alpin Resort Sacher nach Seefeld. Seit gut einer Woche ist der Tiroler dort nun Hoteldirektor. Wie er den Sprung vom Praktikanten in eine leitende Position innerhalb kürzester Zeit und in jungen Jahren geschafft hat, und wie er den Weg des traditionsreichen Hauses aktiv mitgestaltet, berichtet Oberlindober exklusiv im Top Tirol-Interview:

Herr Oberlindober, Sie sind noch keine 30 Jahre alt und seit Kurzem Hoteldirektor in einem „Leading Hotel of the World“. Wie schafft man das?

Ich denke, dass man so etwas nie im Voraus planen kann. Dies hat sich einerseits aus einer Aneinanderreihung von einem speziellen Timing aber andererseits durch meinen persönlichen Einsatz ergeben. Dass ich damals mit 24 Jahren bereits stellvertretender Hoteldirektor im selben Haus wurde, war mehr als ungewöhnlich und sehr früh. Umso mehr fühle ich mich geehrt, dass Frau Gürtler mir ihren Vertrauensvorschuss für diese verantwortungsvolle Position gewährt und die Direktion zu einer Doppelspitze umfunktioniert hat. Das heißt, mein Kollege, Herr Doesel, ist hauptsächlichen für den operativen Bereich sowie Guest Relations verantwortlich, ich kümmere mich vorrangig um die Strategie sowie den administrativen Bereich. Natürlich kann man vor allem in der Ferienhotellerie keine klaren Grenzen ziehen und jeder muss den anderen bei Abwesenheit vertreten.

Sie leiten einen 5-Sterne-Betrieb mit Tradition und fast hundertjähriger Geschichte. Wie behaupten Sie sich in dieser Branche?

Mein Alter war zum Glück noch nie ein Grund dafür, dass mich andere beziehungsweise erfahrene Kollegen weniger ernst genommen haben. Wichtig hierbei ist sicherlich, dass man eine gewisse Hands-on Mentalität besitzt und die gewünschten Werte vorlebt/eine klare Linie vorgibt. Zudem muss man den Spagat zwischen der benötigten Strenge auf der einen Seite aber auch spaßigen Momenten auf der anderen Seite schaffen.

Was kann die jüngere Generation besser machen als die Ältere?

Ich würde nicht behaupten, dass die jüngere Generation etwas besser macht als die ältere, sondern gewisse Dinge anders angeht. Man muss festhalten, dass ein Umdenken in der Gesellschaft stattgefunden hat und zusätzlich die Digitalisierung eine bedeutende Rolle spielt. Aufgrund der Entwicklung ist es mir wichtig, dass MitarbeiterInnen in Entscheidungen involviert werden, sie eine sinnstiftende Arbeit verrichten und eine angemessene Wertschätzung vorhanden ist. Meine Wertevorstellung mag in gewisser Weise noch altmodisch erscheinen, da ich nach wie vor der Meinung bin, dass Leistung belohnt und anerkannt werden muss.

  • Sacher-Seefeld-Aussenaufnahme-DavidJohansson
  • Astoria-Seefeld-Legendensuite

Wie werden Sie sich künftig in das Hotelmanagement einbringen? Welchen Stempel wollen Sie dem Alpin Resort Sacher aufdrücken?

Ich darf mich zum Glück bereits seit zwei Jahren zum Hotelmanagement des Alpin Resort Sacher Seefeld dazuzählen und dementsprechend Ideen bereits seit einiger Zeit einbringen. Vom Rebranding von Astoria zu Sacher bis hin zum Beitritt zu Leading Hotels of the World habe ich in den letzten Jahren den Weg des Hauses bereits intensiv mitgestalten dürfen. Wichtig ist mir, dass Tradition bewahrt und an unserem sehr hohen Dienstleistungsgedanken festgehalten wird. Die oberste Prämisse liegt in der Zufriedenheit unserer Gäste und ihnen eine angenehme Auszeit zu gestalten.

Wo sehen Sie die Zukunft des Tiroler Tourismus? In welche Richtung muss er sich entwickeln?

Die Zukunft des Tiroler Tourismus hat weiterhin sehr viel Potential. Vor allem international Reisende schätzen die familiäre Struktur unserer heimischen Betriebe in Kombination mit unserer atemberaubend schönen Landschaft. Die Wichtigkeit des Wintertourismus für das Land Tirol ist unverzichtbar, jedoch glaube ich, dass man Tirol als Ganzjahresdestination promoten und dahin weiterentwickeln muss.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

Zur Person:

In den Adern von David Oberlindober (26) fließt tatsächlich so etwas wie Gastgeber-Blut. Aufgewachsen in einer Hoteliersfamilie am Achensee, interessierte er sich schon früh für die Branche und besuchte die Tourismusschule im Zillertal. Nach der Matura ging es zum Studium nach Innsbruck, wo er von 2018 bis 2021 am MCI das Bachelor Studium „Unternehmensführung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft“ absolvierte – und dieses mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Ein Pflichtpraktikum im Zuge seines Masterstudiums an der Luxury Hotel School Paris führte Oberlindober im Juni 2022 als Direktionsassistent ins Alpin Resort Sacher. Seine Freizeit verbringt er gerne beim Wandern oder am Golfplatz in seiner Heimat am Achensee. Des Weiteren ist er ein großer Reisefreak und schaut sich Hotelkonzepte auf der ganzen Welt an.

15. Juni 2024 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: DavidJohansson (3)

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