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„Ein guter Weg“

ALOIS RAINER ist Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft bei der Wirtschaftskammer Tirol. Mit 20 hat er den Gasthof Post in Strass im Zillertal übernommen – ein Familienbetrieb in fünfter Generation.

„Ein guter Weg“

ALOIS RAINER ist Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft bei der Wirtschaftskammer Tirol. Mit 20 hat er den Gasthof Post in Strass im Zillertal übernommen – ein Familienbetrieb in fünfter Generation.

Alois Rainer, Obmann der Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft bei der WK Tirol spricht im Interview über die Herausforderungen des Tourismus, die Verknüpfung mit Menschen und Wirtschaft und die Möglichkeiten, die in Innovationen liegen.

Tirol gehört in Sachen Tourismus zur absoluten Weltspitze. Was bedeutet der Tourismus für das Land?

Der Tourismus ist in Tirol eng mit dem Land verbunden. Das kommt unter anderem daher, dass er historisch gewachsen ist und kein autonomer Wirtschaftszweig ist, sondern eng mit allen anderen Faktoren verknüpft ist. Die Vorteile eines florierenden Tourismus merken somit natürlich unsere Gäste, aber eben auch die einheimische Bevölkerung. Tourismus ist viel mehr als nur der Gast, der zu uns kommt – das ist den Tirolerinnen und Tirolern bewusst.

Was kann die Wirtschaft tun, damit die Richtung weiterhin stimmt?

Eigentlich zeigen wir bereits, was getan werden muss und kann. Wir haben nämlich in den letzten Jahren wieder auf die Herausforderungen der Gegenwart geantwortet und haben in unseren Betrieben für einen Qualitätsschub gesorgt: Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen, E-Bike- Verleih, E-Autovermietung, Hotelshuttels. Unternehmer haben viel Geld in die Hand genommen, um hier einen Mehrwert zu schaffen. Und da haben wir nur über das touristische Angebot gesprochen – jenes für Mitarbeiter:innen und die, die es noch werden wollen, hat auch ganz neue Standards erreicht.

Wie geht der Tourismus mit Innovationen um? Sind die Rahmenbedingungen gegeben, damit diese ermöglicht werden?

Innovationen sind ein Symptom für Wandel – dem wir permanent unterzogen sind. Neueste Entwicklungen müssen wir immer im Auge behalten und fördern, damit wir weiterhin die Richtung vorgeben können. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Es gibt das Wasserstoffzug-Projekt der Zillertalbahn. Wenn man dieses realisiert, in weiterer Folge dann die anderen Öffis samt den Bussen mit Wasserstoff betreibt, bietet man dem Gast die Möglichkeit, seinen Urlaub komplett umweltschonend mit öffentlichen Verkehrsmitteln abzuwickeln, ohne Scherereien, ohne Schwierigkeiten. Irgendwann vielleicht kann man sich überlegen, auch die Pistenraupen mit Wasserstoff zu betreiben.

Da wären wir schon beim Thema Mobilität. Wie wird man in Zukunft mit den Herausforderungen umgehen, die diese mit sich bringt?

Eine Sache ist ganz klar: Es gibt nicht die eine Lösung, um das Verkehrsnetz zu entlasten. Dreht man aber an allen möglichen Schrauben, wie ich in meiner letzten Antwort bereits angedeutet habe, und noch an weiteren, wie zum Beispiel dem Straßenbau und Umfahrungen, kann man hier eine spürbare Beruhigung hervorrufen. Das ist unser Ziel.

Wo befindet sich Tirol auf dem Tiroler Weg und wohin führt dieser – vor allem aus der Sicht der Arbeitgeber?

Der Tiroler Weg ist ein guter Weg (lacht). Vieles, das hinter den Kulissen passiert, bekommt man kaum mit. Die Tourismusbetriebe sind in Sachen Arbeitszeitflexibilität eigentlich Vorreiter: Wir antworten damit auf die Bedürfnisse der neuen Generation an Arbeitnehmern, ohne die Qualität unser es Angebots darunter leiden zu lassen. Auch in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz setzen wir ganz neue Akzente und kämpfen gegen Lebensmittel- und Energieverschwendung. Hier sehe ich die Politik in der Pflicht, weitere Anreize zu schaffen, um dahin gehende Innovationen zu fördern.

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Laut Umweltbundesamt ist der Tourismus für etwa 1,5 Prozent des Energieverbrauchs
in Österreich zuständig – der Wintertourismus für 0,9 Prozent.

VORZEIGEPROJEKTE

Das Fünf-Sterne Wellness- und Luxushotel Stanglwirt in Going gilt als Good Practice Beispiel für das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft wenn es um Energiemanagement geht.
Gründe dafür:

  • Eigenes Biomasse-Heizkraftwerk
  • Wärmepumpenanlage
  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnungsfunktion
  • 100-Prozentiger Bezug von Ökostrom aus Tiroler Wasserkraft

Das Alpenresort Schwarz in Mieming gilt als Vorreiter in Sachen SDG (Sustainable Development Goals), die als Maßstab der Entwicklung allumfänglicher Nachhaltigkeitsentwicklung gelten. Im Haus kümmert sich ein eigenes Team darum, dass die vorgegebenen Ziele erreicht werden. Dafür wurde das Alpenresort mit dem Österreichischen und Europäischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Genuss Box – eine Tiroler Initiative zur Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung.

Bei Food Waste Hero, einem WIFIKurs können die Teilnehmer:innen lernen, was Ursachen und Lösungen beim Thema Lebenmittelabfall sind und Tools zur Lebensmittelabfallvermeidung kennenlernen.

26. Juni 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Die Fotografen

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