Was klingt wie Science-Fiction, ist längst Realität: Ein Tiroler Start-up gewinnt Strom direkt aus dem Straßenverkehr – und zieht damit internationale Investoren an.
Die Idee: Das 2023 gegründete Unternehmen Reps (Road Energy Production System) aus Mils entwickelt Druckplatten, die zehn Zentimeter tief im Asphalt eingelassen werden. Überquert ein Fahrzeug die Platten, erzeugen sich annähernde Magnete per Induktion Strom. Je schwerer das Fahrzeug, desto mehr Energie.

Das Team von Reps
Die Zahlen sprechen für sich: Am Hamburger Hafen – dem drittgrößten Europas – läuft seit November eine Teststrecke. 115.000 Lkw-Fahrten haben bereits 6.700 kWh erzeugt. Hochgerechnet könnten 230 solcher Kraftwerke rund 10 GWh pro Jahr liefern – genug für 2.800 Haushalte.
Der Durchbruch: In einer aktuellen Finanzierungsrunde hat Reps rund 20 Millionen Euro von internationalen Investoren, unter Führung eines berühmten britischen Venture Capitals eingesammelt. Das Kapital soll die Serienproduktion anstoßen und das Team von 12 auf 50 Mitarbeitende aus 15 Nationen wachsen lassen.

Das Kapital soll eine Serienproduktion anstoßen.
Der Ausblick: Über 90 Häfen weltweit haben bereits Interesse angemeldet. Hamburg ist damit wohl erst der Anfang einer globalen Expansion – gesteuert aus einem kleinen Tiroler Ort.