Am kommenden Sonntag wird Muttertag gefeiert – für den Tiroler Handel zählt dieser Anlass traditionell zu den wichtigsten Umsatztreibern im Frühjahr. Die aktuellen Zahlen belegen: Auch im Jahr 2026 ist die Konsumbereitschaft robust.
Seit 1924 wird der Muttertag in Österreich begangen und ist längst ein fixer Bestandteil im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Jahresverlauf. Eine aktuelle Analyse der Tiroler Wirtschaftskammer bestätigt: Der Anlass hat nichts von seiner Relevanz verloren – weder emotional noch ökonomisch.
Hohe Beteiligung
Rund 70 Prozent der TirolerInnen planen heuer, zum Muttertag ein Geschenk zu überreichen. Im Zentrum steht dabei mit 75 Prozent die eigene Mutter, aber auch Partnerinnen (23 Prozent) und Schwiegermütter (17 Prozent) werden regelmäßig bedacht.
Bei der Wahl der Geschenke bleibt man stark traditionsgeprägt. Besonders der Blumenhandel zählt zu den großen Profiteuren des Feiertags: Fast jede zweite Person (46 Prozent) greift zu Blumen oder Pflanzen. Zunehmend gefragt sind auch persönlichere Geschenke: 14 Prozent entscheiden sich für gemeinsame Erlebnisse wie Ausflüge, Konzerte oder Kurzurlaube, während 13 Prozent Selbstgemachtes verschenken.

Pro-Kopf-Ausgaben stabil
Die durchschnittlichen Ausgaben pro schenkender Person liegen heuer bei rund 74 Euro. In Summe ergibt sich daraus ein Gesamtumsatz von etwa 31 Millionen Euro in Tirol. Zum Vergleich: Im Vorjahr lag das Marktvolumen noch bei rund 29 Millionen Euro. Der Muttertag verzeichnet somit trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten ein moderates Wachstum.

Stationär statt online
Besonders erfreulich für den regionalen Handel ist das weiterhin klare Bekenntnis zum stationären Einkauf: Rund 80 Prozent der TirolerInnen kaufen ihre Muttertagsgeschenke im Geschäft vor Ort. Der Onlinehandel spielt mit 28 Prozent zwar ebenfalls eine Rolle, bleibt jedoch deutlich dahinter. Gerade beim Blumenkauf zeigt sich die Stärke lokaler Anbieter: Der Großteil der KonsumentInnen greift auf Fachgeschäfte zurück.
