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Alpinarium Galtür

Das Alpinarium Galtür ist ein Ausstellungs- und Dokumentationszentrum zum Leben im hochalpinen Raum und befindet sich inmitten einer Lawinenschutzmauer.
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Alpinarium Galtür

Das Alpinarium Galtür ist ein Ausstellungs- und Dokumentationszentrum zum Leben im hochalpinen Raum und befindet sich inmitten einer Lawinenschutzmauer.

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Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Tirol. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die gut ausgebaute Infrastruktur. Deshalb wollen wir in der Rubrik „In Zahlen“ verschiedene touristische Gebäude und ihre wichtigsten Kennzahlen vorstellen. Diese Woche präsentieren wir das Alpinarium in Galtür.

 

Ganz hinten, am Ende des Paznauns liegt es: Das Alpinarium Galtür – eingebettet in die weitläufige Gebirgslandschaft. Eine massive Schutzmauer umgibt das Erlebnismuseum und dient zum Schutz des Dorfkerns und der BewohnerInnen in Galtür vor Naturgewalten.

Fakten Lawinenschutzmauer:

  • 345 Meter lang, 19 Meter hoch
  • 700.000 Kilogramm Stahl wurden beim Bau verarbeitet
  • Rohbau: 1999 bis 2000
  • Errichtet von der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • Finanziert durch Land, Bund und Gemeinde

Das Museum ist Ausstellungsort sowie Informations- und Dokumentationszentrum in einem. Außerdem gilt das Alpinarium als Gedenkstätte für die Opfer des Lawinenunglücks vom 23. Februar 1999, bei dem 31 Menschen ihr Leben verloren haben. Das Memento, ein Triptychon-Gemälde vom Galtürer Künstler Artur Salner, und der Film „Galtür ein Dorf im Gebirge“ von Filmregisseur Lutz Maurer erinnern an das Lawinenereignis und liefern Antworten zu den Geschehnissen von damals.

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Das Alpinarium befindet sich in einem kommunalen Mehrzweckgebäude und ist Teil einer 345 Meter langen und 19 Meter hohen Lawinenschutzmauer.

Vordergründig beschäftigt sich das Museum mit der Dokumentation des Lebens im hochalpinen Raum. Die Dauerausstellung „Geschichten über Galtür und die Welt“ wurde 2013 eröffnet und thematisiert unter anderem die Geschichte von Galtür und die Einstellung der Menschen zur Natur. Für das Frühjahr 2027 ist eine neue Ausstellung geplant, sie befindet sich aber noch in der Konzeption.

Fakten Alpinarium:

  • Eröffnung Dauerausstellung „Ganz Oben – Geschichten über Galtür und die Welt“: 2013
  • Eintrittskosten: 10 Euro (Erwachsener)
  • Eigentümer: Gemeinde Galtür / Gemeinnützige GmbH
  • Errichtung: 2001 bis 2003
  • Ausstellungsgestalter: Holzer Kobler Architekten aus Zürich Schweiz
  • Durchschnittliche BesucherInnen pro Jahr: 33.000
  • BesucherInnen 2023: 35.000
  • Gesamtfläche: 1185 m²
  • Geschäftsführer: Bürgermeister der Gemeinde Galtür
  • Leitung: Amtsleiter der Gemeinde Galtür
  • MitarbeiterInnen: 11 (inkl. Voll-, Teilzeit- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen)
  • Konzeption: Architekt DI Fritz Falch mit dem Verein Alpinarium (Mitglieder sind ca. 50 Gemeindebürger aus Galtür)

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Seit 2013 kann die Dauerausstellung „Ganz Oben – Geschichten über Galtür und die Welt“ besucht werden.

Das Alpinarium macht nicht nur Ausstellungen, sondern organsiert auch Forschungs- und Vermittlungsprojekte wie beispielsweise die Umweltbildungsstelle Jamtal oder die Erstbesteigungen von Fluchthorn und Piz Buin. Außerdem werden laufend Vorträge zu aktuellen Themen des Klimawandels und der Gletscherschmelze mit internationalen ReferentInnen angeboten. Jährlich können sich rund vier Sonderausstellungen mit heimischen Tiroler KünstlerInnen, die sich mit der Natur beschäftigen, angesehen werden.

Das Museum wirkt aus architektonischer Sicht sehr schlicht. Der Einsatz von Farben, Licht und Steinen bringen die Berge zum Ausdruck. Die Entstehungsgeschichte des Hauses wird durch die Alabasterfassade im Eingangsbereich betont. Die weißen Steine symbolisieren dem Lawinenschnee und verweisen auf das Lawinenunglück von 1999. Das Innere des Museums ist von Naturverbundenheit geprägt. Stein, Fels, Eis, Schnee und Wasser bestimmen die Gestaltung der Ausstellungsräume.

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Aufgrund seiner zentralen Elemente (Steinkreis im Foyer, Alabasterfassade) ist das Museum einzigartig in Europa.

Damals entstand die Idee eines kommunalen Mehrzweckgebäudes, sodass auch Blaulichtorganisationen von Galtür mehr Platz bekommen. Das entstandene Sicherheitszentrum ist im hinteren Bereich des Gebäudes angesiedelt und bietet einerseits Platz für Feuerwehr, Bergrettung und andererseits Lagerräume für Landjugend, Bergbahnen und Skiclub. Im Untergeschoss befindet sich weiters eine Tiefgarage mit 70 privaten Abstellplätzen.

Seit 2008 trägt das Alpinarium in Galtür das österreichische Museumsgütesiegel. 2007 und 2015 wurde es für den Europäischen Museumspreis nominiert. Auf die Auszeichnung vom Europäischen Museumsforum beim Micheletti Award 2017 ist die Gemeinde besonders stolz.

04. Dezember 2025 | AutorIn: Alexandra Schallhart | Foto: TVB Paznaun/Günter Richard Wett

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