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Auf der Überholspur

Lokalaugenschein auf der Baustelle für die neue Produktionshalle im Osttiroler Matrei (v. l.) mit den Geschäftsführern Hans-Jörg Hoheisel und Christoph Bacher sowie Wirtschaftslandesrat Mario Gerber und iDM-Eigentümer Manfred Pletzer.

Auf der Überholspur

Lokalaugenschein auf der Baustelle für die neue Produktionshalle im Osttiroler Matrei (v. l.) mit den Geschäftsführern Hans-Jörg Hoheisel und Christoph Bacher sowie Wirtschaftslandesrat Mario Gerber und iDM-Eigentümer Manfred Pletzer.

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Die Wärmepumpe gilt nicht erst seit dem Ukrainekrieg und dem damit verbundenen Gasmangel als Heizungstechnologie der Zukunft. Entsprechend freut sich der Osttiroler Wärmepumpen-Spezialist iDM über volle Auftragsbücher.

Für die Industrietochter der PLETZER Gruppe war 2022 wieder ein Rekord-Geschäftsjahr: Der Umsatz konnte um 40 Prozent gesteigert werden. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage  wird deshalb massiv in den Ausbau am Standort Matrei i. O. investiert. iDM nimmt dafür rund 35 Millionen Euro in die Hand.

40.000 Wärmepumpen bis 2025

„Durch die Erweiterung können wir die Produktion am Standort auf zukünftig 40.000 Wärmepumpen pro Jahr steigern“, erklärt dazu der technische iDMGeschäftsführer Christoph Bacher. Die neue, 10.500 m² große Halle 8 wird direkt neben dem zuletzt realisierten Hochregallager errichtet und ist Herzstück der iDM-Wachstumsstrategie. Neben der Kapazitätserweiterung werden neue Produkte in Matrei produziert und viele Prozesse automatisiert. Das Gebäudedach wird vollständig mit Photovoltaikmodulen bestückt und der komplette Standort damit energieautark.

Die Nachfrage nach alternativen Heizsystemen ist ungebrochen. Das spürt man auch bei den Auftragseingängen in Matrei. „Die jüngsten Preisturbulenzen bei Öl und Gas haben dieser Entwicklung einen zusätzlichen Schub gegeben. Davon wollen wir partizipieren“, so der kaufmännische iDM-Geschäftsführer Hans-Jörg Hoheisel. Allein in Deutschland – dem wichtigsten Exportmarkt von iDM – sollen ab 2024 mindestens 500.000 Wärmepumpen pro Jahr installiert werden. Bis 2030 könnten es sogar eine Million verbaute Geräte pro Jahr werden, so die Prognose des dortigen Branchenverbandes. „Unser Anspruch dabei ist, nicht der größte und billigste Anbieter zu werden, sondern die Marktführerschaft bei Qualität und Innovation weiter auszubauen“, betont Christoph Bacher. „Unsere intelligenten Heizsysteme sparen durch Interaktion mit Gebäude und PV-Anlagen Betriebskosten bei unseren Kunden.“

Erfolgreiche Lehrlingsausbildung

Schon jetzt zählt iDM zu den größten Arbeitgebern in der Region. Hoheisel: „Aktuell zählen wir insgesamt 690 Beschäftigte und wollen diesen Stand um 160 auf 850 Mitarbeitende erhöhen. Gesucht werden Fachkräfte, Anlernkräfte, Spezialisten und Führungskräfte in allen Bereichen – insgesamt werden Mitarbeiter für 57 verschiedene Jobprofile gesucht.“ Weitere Informationen
und aktuelle Stellenangebote unter www.idm-energie.at.

„Wirksamer Beitrag zur Energiewende“

Im letzten Jahr wurden österreichweit erstmals mehr erneuerbare Heizsysteme installiert als fossile. Die Wärmepumpe wird damit vom Nischen- zum Massenprodukt.

Was macht die Wärmepumpe so attraktiv?

MANFRED PLETZER: „Wenn wir den Ausstieg aus den fossilen Energieträgern meistern wollen, ist die Wärmepumpe DIE klimaneutrale Alternative und wird auch von der öffentlichen Hand entsprechend forciert und gefördert. Die Wärmepumpe ist mittlerweile das führende Heizsystem im Neubau. Aber auch in der Sanierung gibt es große Zuwachsraten.“

Eignet sich die Wärmepumpe auch für größere Gebäude?

„Das Potenzial ist riesig. Neben den Privathaushalten sehen sich auch immer mehr Industrie -und Gewerbebetriebe nach alternativen Energiequellen um. Über 37 Prozent der im Gewerbe und Industrie benötigten Energie in der EU könnten über Wärmepumpen bereitgestellt werden. Mit iDM wollen wir auch dafür entsprechende Zukunftslösungen anbieten.“

Wie sieht es mit den Betriebskosten in Zeiten hoher Strompreise aus?

„Der beste Freund der Wärmepumpe ist die Photovoltaikanlage am Dach. Damit wird das eigene Haus zum Kraftwerk und es kann auf diese Weise ein hoher Grad der Eigenversorgung sichergestellt werden. Unbestritten ist, dass Öl- und Gasheizungen ein Ablaufdatum haben.“

  • Manfred-Pletzer-IDM

    Manfred Pletzer, iDM-Eigentümer

03. April 2023 | AutorIn: entgeltliche Einschaltung | Foto: IDM/Berger, MP Consulting

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