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OMV kürzt 400 Stellen

Auswirkungen auf Tirol?

OMV kürzt 400 Stellen

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Die OMV, eines der größten Industrieunternehmen Österreichs, hat im Rahmen eines globalen Sparprogramms angekündigt, bis zu 400 Arbeitsplätze allein in Österreich zu streichen.

Die Entscheidung des Unternehmens ist Teil eines umfassenden Restrukturierungsplans, der weltweit rund 2.000 Stellen betreffen wird – das entspricht etwa einem Zwölftel der gesamten OMV-Belegschaft. In Österreich fallen damit rund 7 Prozent der insgesamt etwa 5.400 Jobs weg. Die Maßnahme soll helfen, die Kostenstruktur des Konzerns langfristig zu optimieren. Dabei betont das Unternehmen, dass der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden soll.

Welche Rolle Tirol in dieser Entwicklung spielt

Auch wenn der Großteil der OMV-Aktivitäten traditionell in Ostösterreich und im internationalen Raum liegt, ist Tirol von dieser Entwicklung keineswegs ausgenommen. OMV betreibt in Tirol zahlreiche Tankstellen und ist in Bereichen wie Einzelhandel, Vertrieb und Logistik vertreten. Gerade im Außendienst, etwa im Vertrieb von Tankkarten oder in der Betreuung von Gewerbekunden in Westösterreich, ist das Unternehmen präsent. Sollte es in diesen Bereichen zu Kürzungen kommen, könnte das direkte Auswirkungen auf Arbeitsplätze im Bundesland haben. Zudem betreibt OMV Teile ihres Tankstellennetzes über Franchise-Modelle, was zwar keine direkten Konzernarbeitsplätze betrifft, jedoch durch Änderungen im Unternehmensfokus dennoch Einfluss auf regionale Partnerbetriebe haben kann.

Einordnung in den größeren wirtschaftlichen Kontext

Der Personalabbau bei OMV reiht sich in eine Serie wirtschaftlicher Umbrüche ein, die aktuell auch andere Industriebetriebe in Österreich betreffen. Unternehmen wie Infineon oder B&R haben bereits mit ähnlichen Maßnahmen auf die angespannte konjunkturelle Lage reagiert. Gleichzeitig steht die OMV vor einer strategischen Neuausrichtung. Die klassischen Geschäftsfelder wie Öl- und Gasförderung sollen bis 2030 deutlich zurückgefahren werden. Dafür rückt der Bereich Chemie – insbesondere über die Beteiligung an Borealis – sowie nachhaltige Energieprojekte stärker in den Fokus. Für Regionen wie Tirol eröffnet das langfristig auch neue Möglichkeiten: etwa über Lieferketten in der Kunststoffverarbeitung, der Energietechnik oder durch Dienstleistungen im Bereich nachhaltiger Mobilität.

05. September 2025 | AutorIn: Nico Freimann | Foto: Shutterstock

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