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Börsengang

Das Jenbacher Unternehmen Innio, das von Olaf Berlien (im Bild) geleitet wird, soll im nächsten Jahr an die US-Börse gehen.
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Börsengang

Das Jenbacher Unternehmen Innio, das von Olaf Berlien (im Bild) geleitet wird, soll im nächsten Jahr an die US-Börse gehen.

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Die Tiroler Firma Innio bereitet einen Börsengang in den USA vor. Doch warum gehen Unternehmen an die Börse und wie läuft der Prozess ab?

Der Jenbacher Energietechnikproduzent Innio, will – angetrieben durch den US-Eigentümer Advent – bereits im nächsten Jahr an die US-Börse gehen. Damit entscheidet sich Innio, einen Teil des Unternehmens in Form von Aktien handelbar zu machen. Ziel ist es, mit frischem Kapital die Expansion, Forschung, Innovation und den Ausbau der Produktionskapazitäten voranzutreiben – und das ohne Bankkredite. Neben Kapital bringt die Börsennotierung dem Unternehmen auch mehr Transparenz und öffentliche Wahrnehmung, was Vertrauen bei KundInnen, PartnerInnen und InvestorInnen schafft.

Herausforderungen bei einem Börsengang

Ein Börsengang ist kein Spaziergang. Bei großen Unternehmen wie Innio dauert der gesamte Prozess oft zwischen 12 und 18 Monaten. 

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Auch danach ist die Arbeit nicht vorbei: Firmen müssen ihre Finanzen offenlegen und  regelmäßige Berichte veröffentlichen. Aktionäre und AnalystInnen können außerdem Druck machen, Entscheidungen kurzfristig zu treffen – was nicht immer mit der langfristigen Strategie übereinstimmt. Für viele familiengeführte Unternehmen oder Firmen mit stabilen EigentümerInnen ist das ein wichtiger Grund, auf einen Börsengang zu verzichten.

Voraussetzungen für die Börse

Nicht jedes Unternehmen ist für die Börse geeignet. Firmen brauchen eine gewisse Mindestgröße, finanzielle Stabilität und ein erfahrenes Management. Für die New York Stock Exchange (NYSE) gilt eine Mindest-Marktkapitalisierung von etwa 40 Millionen US-Dollar – Innio wird laut Medienberichten auf rund 12 Milliarden US-Dollar (rund 10,2 Milliarden Euro) bewertet und liegt damit weit über der erforderlichen Schwelle. Zusätzlich sind internationale Rechnungslegungsstandards wie IFRS Pflicht.

Für kleinere oder wachsende Unternehmen gibt es alternative kleinere Börsensegmente mit geringeren Anforderungen. Diese ermöglichen einen Einstieg in den Kapitalmarkt ohne den vollen Aufwand eines großen Börsengangs.

11. September 2025 | AutorIn: David Wintner | Foto: Innio Jenbacher

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