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globale Automobilindustrie

Chinesische Autobauer trotzen Krise – Gewinn wächst trotz weltweiter Flaute

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Chinesische Autobauer trotzen Krise – Gewinn wächst trotz weltweiter Flaute

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Die globale Automobilindustrie steckt mitten in einer der schwersten Krisen der vergangenen Jahrzehnte. Absatzschwäche, hohe Kosten für Elektromobilität und politische Unsicherheiten belasten die Branche.

Nach einer Analyse von EY sind die Gewinne der größten Autokonzerne im ersten Halbjahr 2025 weltweit um knapp 49 Prozent eingebrochen – auf nur noch 43 Milliarden Euro.

Deutsche Autoindustrie verliert massiv – Rückgänge auch bei Zulieferern in Österreich

Die deutschen Hersteller Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz mussten ein Gewinnminus von 38 Prozent hinnehmen. Beim Umsatz verzeichneten sie ein Minus von vier Prozent – mit harten Folgen für die wertschöpfenden Zulieferbetriebe in Bayern, Baden-Württemberg und Österreich, die eng mit der Autobranche verflochten sind. In Österreich hängen zehntausende Arbeitsplätze an den Exporten von Motor-, Batterie- und Softwarekomponenten.

US-Autobauer und Renault tief in den roten Zahlen

Auch die US-Konzerne Ford und General Motors meldeten massive Verluste: Ihre Gewinne gingen um 43 Prozent zurück. Besonders dramatisch ist die Lage in Frankreich und Japan: Renault, Nissan, Stellantis und Mazda schrieben im ersten Halbjahr zusammen Verluste von mehr als elf Milliarden Euro. Die Krise wird von hohen Rückrufkosten, schwacher Nachfrage und stockenden Transformationen Richtung Elektromobilität verschärft.

Erfolg in China – BYD, Geely und Great Wall Motor greifen an

Im Gegensatz dazu legen die chinesischen Autohersteller weiter zu. BYD, Geely und Great Wall Motor steigerten ihre Gewinne leicht um ein Prozent, ihr Umsatz kletterte um mehr als 20 Prozent. Treiber sind der expandierende chinesische E-Automarkt, kräftige staatliche Subventionen und steigende Exportzahlen nach Europa. BYD hat Volkswagen im chinesischen Heimatmarkt beim Absatz längst überholt.

Laut der ACEA (Europäische Automobilhersteller-Vereinigung) liegt der Anteil chinesischer E-Autos an den Neuzulassungen in Europa bereits bei über zwölf Prozent – Tendenz steigend. Damit wächst der Druck auf die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und europäischen Marken enorm.

„Massive Transformation“ – Westliche Autobauer unter Reformdruck

„Die westliche Automobilbranche steht vor einer tiefgreifenden Transformation – mitten in einer massiven Krise“, warnt Axel Preiss, Leiter der Auto- und Mobilitätssparte bei EY Österreich. Zwar investieren Hersteller wie Volkswagen und Mercedes Milliarden in Elektromobilität, Batterie-Technologie und Softwareplattformen, doch gleichzeitig drücken Zölle, Lieferkettenprobleme und schleppende Nachfragen die Margen.

Forschungsinstitute wie das ifo-Institut weisen darauf hin, dass die deutsche Industrie allein 2024 fast 45 Milliarden Euro in neue Technologien investiert hat – deutlich mehr als die Konkurrenz. Dennoch bleiben die chinesischen Hersteller schneller, günstiger und global aggressiver.

EY – eine führende Stimme in der Automobilbranche

Die im Artikel zitierte Analyse stammt von EY (Ernst & Young), einem der weltweit größten Beratungs- und Prüfungsunternehmen. EY begleitet die Automobilindustrie seit Jahren bei Strategie, Digitalisierung und Transformation – mit Experten, die die komplexen Herausforderungen der Branche genau kennen. Die Zahlen und Einschätzungen von EY sind in der Wirtschaft deshalb hoch angesehen und geben einen verlässlichen Überblick über den Zustand und die Zukunft der globalen Automobilwirtschaft.

Damit bildet die Expertise von EY eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der aktuellen Krise und die Entwicklung neuer Strategien in Deutschland, Österreich und anderen Automobilstandorten.

14. September 2025 | AutorIn: David Wintner |

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