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Fabian Jenewein betont:

Darum ist der digitale Wandel überlebenswichtig

Anfang 2025 gründete Fabian Jenewein Avora – eine Lern- und Strategieplattform für kleine und mittlere Unternehmen, die beim Spot on Event in Reutte gelauncht wurde.
Fabian Jenewein betont:

Darum ist der digitale Wandel überlebenswichtig

Anfang 2025 gründete Fabian Jenewein Avora – eine Lern- und Strategieplattform für kleine und mittlere Unternehmen, die beim Spot on Event in Reutte gelauncht wurde.

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Dass Digitalisierung wichtig ist, steht außer Frage. Fabian Jenewein, Gründer und CEO von Avora, geht noch einen Schritt weiter: Laut ihm sei sie für Unternehmen schlicht überlebenswichtig. Im top.tirol-Interview erklärt er, warum – und worauf es dabei wirklich ankommt.

Fabian, du sagst Digitalisierung sei für Firmen nicht mehr nur „nice to have“, sondern überlebenswichtig. Warum?

Fabian Jenewein: Der Generationenwechsel spielt dabei eine enorme Rolle. Mein Sohn zum Beispiel – gerade mal 10 Monate alt – wächst selbstverständlich mit digitalen Assistenten auf. Für kommende Generationen ist es also völlig normal, dass Unternehmen online präsent sind – egal ob im Handel, im Tourismus oder im Service. Digitalisierung ist daher längst Bestandteil der Erwartungshaltung.
Wer heute sagt, er brauche das nicht, schließt ganze Kundengruppen aus und das wird in Zukunft noch extremer. Der digitale Wandel ist also ein Muss.

Gerade kleinen Unternehmen fällt der Einstieg oft schwer. Wo siehst du ihre größten Hürden?

Das größte Hindernis ist selten die Technik. Es gibt unzählige einfache Lösungen. Was oft fehlt, ist die Bereitschaft, sich mit den Themen wirklich auseinanderzusetzen.
Ich sehe das bei vielen Betrieben: Man hat vielleicht schon einen Onlineshop, beschäftigt sich aber kaum mit Zielgruppen, Kennzahlen oder Marketing. Das Tagesgeschäft überrollt einen – und die strategische Arbeit bleibt liegen.

Wird man von der Vielzahl an Tools nicht schnell überfordert?

Definitiv. Und es gibt ja auch nicht die eine perfekte Lösung. Für jedes Problem existieren Dutzende Hilfsmittel. Am Ende muss man sich entscheiden und einfach ausprobieren. Ich rate Firmen, eher ins Tun zu kommen als ewig nach der einen optimalen Plattform zu suchen. Bewegung ist immer besser als Stillstand.

Du hast die Lernplattform Avora aufgebaut. Was steckt dahinter?

Damit wollen wir Digitalisierung greifbarer machen – der Begriff ist nämlich für viele noch sehr abstrakt. Dabei werden drei Dinge verbunden: Inspiration durch Beispiele erfolgreicher Unternehmen, verständlich aufbereitetes Wissen und direkt anwendbare Umsetzungsschritte.
Dazu kommt der KI-Coach, der gemeinsam mit dem Nutzer einen individuellen Fahrplan erstellt – für die nächsten 30 Tage, drei oder sechs Monate. Und wenn es komplexer wird, kann man ExpertInnen aus dem Netzwerk einbeziehen.

Während der Beta-Phase bis Anfang 2026 stellen wir unseren Nutzern alle verfügbaren Features kostenlos zur Verfügung.

Wie siehst du die digitale Zukunft Tirols und Österreichs?

Der Wandel ist nicht aufzuhalten. Unternehmen, die sich bewusst gegen Digitalisierung stellen, werden weniger werden. Ich wünsche mir, dass digitale Themen präsenter werden und dass Dinge wie Social Media oder Onlineshops nicht mehr als Belastung wahrgenommen werden, sondern als normaler Teil des Alltags.

Viele Unternehmen sind wirtschaftlich unter Druck. Ist Digitalisierung da nicht schwerer umzusetzen?

Die Lage ist schwierig, ja. Aber genau deshalb ist jetzt ein guter Zeitpunkt, zu investieren – mit Augenmaß natürlich. Es braucht oft nicht viel Budget, sondern eine klare Einstellung. Im Aktienmarkt investiert man idealerweise am Tiefpunkt. Übertragen heißt das: Wenn es gerade schwierig ist, kann es sinnvoll sein, die Weichen für später zu stellen.

Zur Person:

Fabian Jenewein studierte Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen am MCI und sammelte anschließend internationale Berufserfahrung unter anderem im Business Development und Vertrieb. Anfang 2025 gründete er Avora – eine Lern- und Strategieplattform für kleine und mittlere Unternehmen, die beim Spot on Event in Reutte gelauncht wurde.

06. Dezember 2025 | AutorIn: Anna Füreder | Foto: Avora

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