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Industrie zuversichtlich

Das Ende der Eiszeit

Industrie zuversichtlich

Das Ende der Eiszeit

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„Die Stimmung passt”: So in etwa könnte man den Geschäftsklimaindex der Tiroler Industriellenvereinigung zusammenfassen. Hinter dieser Zukunftserwartung verberge sich aber, so warnt IV-Präsident Kloger, ein fragiler Optimismus.

Der Geschäftsklimaindex, der regelmäßig von der Industriellenvereinigung erhoben wird, sorgt in den allermeisten Fällen nicht unbedingt für Freude. Warum denn auch? Nach dem Corona-Tief, wo er bei 13,5 Punkten im ersten Quartal 2020 lag, ging es steil bergauf und erreichte im zweiten Quartal 2021 schwindlige Höhen von 64 Punkten. Seither jedoch sieht es trüb aus. Im dritten Quartal 2023 und in ebendiesem 2024 fiel die Stimmung in der Tiroler Industrie sogar auf 5 Punkte – Endzeitstimmung.

Und jetzt: Die Auftragslage ist durchwachsen. Etwa mehr als ein Viertel der Unternehmer bezeichnen ihre derzeitige Lage als gut. Auf der anderen Seite hält sie fast ein Drittel für schlecht. Knapp 20 Prozent möchte weiter Personal aufbauen, aber ganze 36 Prozent planen ihren Personalstand weiter anzupassen, sprich zu reduzieren.

 

„Aber Stimmung allein füllt keine Auftragsbücher.”

Max Kloger, IV-Präsident

 

Optimismus vs. Realität?

Trotz durchwachsener Auftragslage setzen die Tiroler Industrieunternehmer alles auf 2026. Waren im dritten Quartal letzten Jahres nur vier Prozent zuversichtlich, dass sich die Lage bessern wird, sind es nun 31 Prozent. Die Pessimisten hingegen stabilisieren sich bei etwa zehn Prozent. Allerdings: Das letzte Quartal eines jeden Jahres ist das optimistischste. Unternehmer hoffen auf einen Umschwung, auf die richtigen Maßnahmen seitens der Politik und eine Rückbesinnung zu Leistung.

Ein Richtig und falsch der Regierung

„Aber Stimmung allein füllt keine Auftragsbücher”, warnt IV-Präsident Max Kloger, „Dieser Optimismus ist eine ökonomische Vorleistung. Sie muss jetzt durch echte Entlastungen gedeckt werden, sonst verpufft der Aufschwung, bevor er begonnen hat.” Kloger möchte die heimische Politik aufrufen, endlich die richtigen Maßnahmen zu setzen. Mit der Indsutriestrategie 2035 sei das zum Teil angedeutet, aber leider viel zu langsam: „Während Deutschland Milliarden mobilisiert und die Stromkosten für die Industrie massiv senkt, warten wir in Österreich noch ab. Die Strategie stimmt, aber der Zeitplan hinkt der Realität der Betriebe hinterher.”

27. Januar 2026 | AutorIn: Haris Kovacevic | Foto: IV Tirol/Franz Oss

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