Bernhard Aichner ist als Schriftsteller stets von düsteren Geschichten und Racheengeln umgeben. Die Inspiration dafür schöpft er mitunter aus einem ungewöhnlichen Ort: dem Friedhof.
Bernhard Aichner wuchs in Osttirol auf und zog im Alter von 17 Jahren in seine Wahlheimat Innsbruck. Ursprünglich war er als Fotograf tätig und hat parallel dazu geschrieben. Mit dem Auftakt der „Totenfrau“-Trilogie im Jahre 2014 gelang Aichner der Durchbruch als Autor. Seine Bücher sind mittlerweile in 16 Sprachen übersetzt, seine Stoffe international von Netflix verfilmt.
Der gebürtige Osttiroler genießt es, in der Welt der Fiktion Spannung aufzubauen und zwischen zwei Buchdeckeln Menschen auf vielfältigste Weise unter die Erde zu bringen – wie in seinem aktuellen Thriller „John“. Inspiration dafür holt er sich unter anderem auf dem Mühlauer Friedhof. „Schon damals als Ministrant in Sillian habe ich die Liebe zu Friedhöfen entdeckt. Für mich sind es friedliche Orte der Besinnung und des Innehaltens.“
Eine Quelle der Entspannung ist auch das Lesen. „Auf meinem Nachttisch liegen Bücher über Bücher. Ich liebe es, in die Vielfalt einzutauchen: Von Lyrik bis Krimi ist alles dabei.“ Diese Abwechslung schätzt Aichner auch in seinem Beruf. „Es ist von Mal zu Mal ein neues Abenteuer, in das ich eintauche – und meine LeserInnen nehme ich gerne dabei mit.“