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hochrangige Gäste

Die 15. Ausgabe des Europäischen Mediengipfels in Lech

Othmar Karas (Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments) im Gespräch mit Raffaela Schaidreiter (ORF-Korrespondentin Brüssel).
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Die 15. Ausgabe des Europäischen Mediengipfels in Lech

Othmar Karas (Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments) im Gespräch mit Raffaela Schaidreiter (ORF-Korrespondentin Brüssel).

Der 15. Europäische Mediengipfel, der am Donnerstag in Lech am Arlberg eröffnet wurde, widmet sich dem Thema „Die große Transformation – Ängste, Herausforderungen und Lichtblicke". Am ersten Tag waren hochrangige Gäste wie Yossi Beilin (ehemaliger Justizminister Israels), Michailo Podoljak (Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj) und Othmar Karas (Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments) zugegen.

Die Jubiläumsausgabe wurde von Tirols Landeshauptmann Anton Mattle zusammen mit Gerhard Lucian (Bürgermeister Lech), Hermann Fercher (Direktor Lech Zürs Tourismus), Ivo Mijnssen (Präsident der Auslandspresse in Wien) und Stefan Kröll (Geschäftsführer ProMedia Kommunikation) im Hotel Gasthof Post eröffnet. Mattle betonte in seiner Eröffnungsrede: „Eine lebendige Medienlandschaft, das freie Wort und die Medienfreiheit sind entscheidend für eine lebendige Demokratie. Journalisten müssen genau hinsehen, aufdecken und interpretieren. Besonders in Krisenzeiten wird deutlich, wie anfällig Demokratie sein kann.“ 

Beilin erklärte, dass weder die Regierung, der Geheimdienst noch das Militär einen solchen Angriff für möglich gehalten hätten. „Zum ersten Mal in meinem Leben unterstütze ich die militärischen Aktionen Israels in Palästina. Nach diesem unbeschreiblichen Angriff können wir nicht mehr friedlich als Nachbarn existieren." Er betonte, dass Friedensverhandlungen erst nach der Etablierung einer neuen israelischen Regierung möglich wären. Beilin bevorzugt eine Zwei-Staaten-Lösung als die beste Lösung, obwohl noch viele Fragen offen sind. Er zeigte sich jedoch auch optimistisch in Bezug auf die Zukunft: „Ich glaube nicht, dass wir hundert Jahre brauchen, um den Konflikt zu beenden und eine Lösung zu finden, sondern nur noch ein bis zwei Jahre."

Müde vom Krieg

Selbst in der Ukraine, wo weiterhin ein Krieg herrscht, der jedoch aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt ist, macht sich eine gewisse Kriegsmüdigkeit bemerkbar. Michailo Podoljak, Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, wurde live aus Kiew zugeschaltet und äußerte: „Nach fast zwei Jahren Krieg erleben die Ukrainer eine belastende emotionale Situation. Die Angriffe der Russen zeigen nachlassende Effizienz.“ Podoljak hofft, dass Russland eine Niederlage erleidet, die unumkehrbare Entwicklungen im Land auslösen könnte.

Herausforderungen für Europa

Die Europäische Union steht ebenfalls vor Herausforderungen. Věra Jourová, Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Werte und Transparenz, diskutierte die Beitrittsmöglichkeiten der Ukraine zur EU. Sie betonte, dass in Bezug auf Anti-Korruptionsmaßnahmen noch ein erheblicher Handlungsbedarf bestehe. Othmar Karas, Erster Vizepräsident des Europäischen Parlaments, verdeutlichte die Herausforderungen, vor denen Europa steht, insbesondere durch den Erfolg von Parteien am politischen Rand. Er unterstrich die Notwendigkeit einer Veränderung im politischen Mittelweg, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, und sprach sich für eine gemeinsame europäische Sicherheits- und Außenpolitik aus.

Nicht ohne Konsequenzen

In Bezug auf die Gesellschaftsfolgen von mehreren Krisen und großen Veränderungen diskutierte Renata Schmidtkunz (Ö1) mit Harald Welzer über sein neues Buch „Zeiten Ende“. Welzer beobachtet das Verschwinden des Konservatismus und warnt: „Das ebnet den Weg für den Populismus, was eine dramatische Entwicklung ist“, so der renommierte Soziologe.

01. Dezember 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: Lech Zürs Tourismus / Florian Lechner

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