Am 27. Mai findet in Hall in Tirol das Fusionbridge Symposium statt. Veranstaltet wird dieses IT-Netzwerktreffen von Fusionpeak. Im Gespräch mit top.tirol erzählt Thomas Bartl, Geschäftsführer von Fusionpeak, was hinter dem Format steckt und was die TeilnehmerInnen beim diesjährigen Event erwartet.
Zur Person
Thomas Bartl ist seit über 30 Jahren im IT-Vertrieb tätig, unter anderem bei IBM und als Mitglied der Geschäftsführung bei NTS. Vor drei Jahren machte er sich mit Fusionpeak selbstständig und rief das Fusionbridge Symposium ins Leben – eine Vernetzungsplattform für IT- und IT-nahe Unternehmen.
Herr Bartl, Sie blicken auf über 30 Jahre IT-Vertrieb zurück. Was hat Sie dazu bewogen, sich vor drei Jahren selbstständig zu machen?
Nach vielen Jahren bei IBM und danach bei NTS – wo ich den Vertrieb von drei Ländern sowie Marketing und auch Customer Experience mit rund 160 Mitarbeitern geleitet habe – wollte ich meine Erfahrung auf eine andere Art weitergeben. Nicht mehr als Angestellter, sondern als Netzwerker und Berater. Eines meiner größten Steckenpferde war schon immer das Vernetzen von Unternehmen. Daraus ist dann das Fusionbridge Symposium entstanden.
„Eines meiner größten Steckenpferde war schon immer das Vernetzen von Unternehmen. Daraus ist dann das Fusionbridge Symposium entstanden.“
Thomas Bartl, CEO Fusionpeak
Was ist das Fusionbridge Symposium – und wie kam es dazu?
Die Idee war einfach: IT- und IT-nahe Unternehmen brauchen eine Plattform, wo man sich auf Augenhöhe trifft, austauscht und echte Kontakte weitergibt. Keine Messe, kein klassisches Event – sondern ein Format, bei dem wirklich etwas entsteht. Wir veranstalten das Symposium mittlerweile zum elften Mal, abwechselnd in Tirol, Wien, der Steiermark und auch schon in Salzburg. In Tirol findet es sogar zweimal jährlich statt.
Wer nimmt daran teil?
Wir haben in der Regel 30 Teilnehmer dabei – Geschäftsführer, Business Development Manager oder Vertriebsleiter. Die Mischung ist bewusst gewählt: etwa 70 Prozent Startups und Scale-ups, 30 Prozent etablierte Unternehmen. Und rund die Hälfte der Teilnehmer kennen das Format bereits, die andere Hälfte ist zum ersten Mal dabei. Das sorgt dafür, dass die Kommunikation schnell in Schwung kommt.
Wichtig ist mir auch: Die Veranstaltung ist für alle Teilnehmer kostenlos, weil wir immer einen Sponsor aus meinem Netzwerk dabei haben. Diesmal ist das Fortinet.

Fakt-Box: FUSIONPEAK auf einen Blick
• Gegründet: 2023, Innsbruck
• Leistungen: IT-Vernetzung, Vertriebsaufbau, CX-Consulting, KI-Beratung
• Community: 100+ Unternehmen aus der DACH-IT-Branche

Was erwartet die Teilnehmer beim diesjährigen Event?
Das Leitthema ist heuer künstliche Intelligenz – KI-Technologie im unternehmerischen Einsatz. Wir spannen dabei einen weiten Bogen: von der Use-Case-Discovery ganz am Anfang bis hin zur konkreten, umgesetzten Lösung. Egal, welchen Reifegrad ein Unternehmen in Sachen KI mitbringt – es gibt einen Einstiegspunkt. Alle Teilnehmer, ob aus dem Vertrieb oder der Technik, greifen irgendwo in dieses Thema ein. Diesmal sind Unternehmen aus Deutschland, Österreich und auch aus Italien mit dabei.
Wie stellen Sie sicher, dass die Kontakte, die beim Symposium entstehen, auch langfristig halten?
Das ist mir sehr wichtig. Erstens laden wir die Teilnehmer immer wieder zu künftigen Veranstaltungen ein. Zweitens – und das freut mich besonders – hilft die Community sich mittlerweile auch selbst, ohne dass es über meinen Schreibtisch läuft. Die Leute haben verstanden: Wenn man sich kennt und wertschätzt, kann man sich gegenseitig unterstützen. Und drittens investieren wir Zeit: regelmäßige Abstimmungen, ein kurzes Telefonat – „Wie geht es dir? Brauchst du was?” Das klingt simpel, macht aber den Unterschied.
„Die Community hilft sich mittlerweile auch selbst, ohne dass es über meinen Schreibtisch läuft. Die Leute haben verstanden: Wenn man sich kennt und wertschätzt, kann man sich gegenseitig unterstützen.“
Thomas Bartl, CEO Fusionpeak
Sie betonen oft den generationenübergreifenden Wissenstransfer. Was meinen Sie damit?
Ich formuliere es gern direkt: Die Alten müssen die Jungen verstehen – nicht umgekehrt. Es geht nicht darum, dass erfahrene Manager den Jüngeren erklären, wie die Welt funktioniert. Sondern genau andersherum: Man muss als erfahrene Person offen sein für neue Denkweisen, neue Ideen, neue Technologien. Wir leben das bei uns im Büro vor – vier Firmen unter einem Dach, vom Startup bis zum etablierten Netzwerk. Wenn das ineinandergreift, entsteht echter Mehrwert: Erfahrung trifft auf frische Ideen und KI-Kompetenz. Diese Kombination ist unschlagbar.

Fakt-Box: Das Fusionbridge Symposium
• Format: Ganztages-Konferenz
• 27. Mai 2026, Hall i.T.
• Sponsor: Fortinet
• Teilnehmer: Führungskräfte aus IT, Cybersecurity, Cloud, Beratung
• Ziel: Vertrauen aufbauen, Kontakte weitergeben, gemeinsam wachsen

Wohin entwickelt sich Fusionbridge geographisch?
Wir arbeiten derzeit mit rund 100 Unternehmen zusammen, die auch auf unserer Community-Homepage sichtbar sind. Der Fokus liegt auf dem süddeutschen Raum, ganz Österreich, dem oberitalienischen Raum – und zunehmend auch der Schweiz. Man könnte sagen: nicht ganz DACH, aber mit Italien. Wir kooperieren dabei auch mit Partnernetzwerken wie Excellent Companies, um gemeinsam einen Mehrwert für die gesamte Region zu schaffen.