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Die FH Kufstein und ihre regionalwirtschaftliche Bedeutung

Dr. Stefan Haigner (GAW), Prof. (FH). PD Dr. Christoph Hauser (FH Kufstein Tirol), Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch (Geschäftsführer FH Kufstein Tirol), MMag.a Dr.in Cornelia Hagele (Wissenschaftslandrätin) und Mag. Martin Krumschnabel (Bürgermeister von Kufstein) bei der Präsentation der Studie am Kufsteiner Campus.

Die FH Kufstein und ihre regionalwirtschaftliche Bedeutung

Dr. Stefan Haigner (GAW), Prof. (FH). PD Dr. Christoph Hauser (FH Kufstein Tirol), Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch (Geschäftsführer FH Kufstein Tirol), MMag.a Dr.in Cornelia Hagele (Wissenschaftslandrätin) und Mag. Martin Krumschnabel (Bürgermeister von Kufstein) bei der Präsentation der Studie am Kufsteiner Campus.

Der laufende Betrieb der Hochschule samt den Ausgaben der Studierenden ist mit einer Wertschöpfung in Höhe von 47,8 Millionen Euro jährlich verbunden und schafft 422 Jobs. Die Ergebnisse zeigen, dass dabei nicht nur ein einzelner, sondern eine Vielzahl von Wirtschaftssektoren profitieren.

Die Wertschöpfungsanalyse, welche die FH Kufstein Tirol in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Angewandte Wirtschaftsforschung (GAW) durchgeführt hat, stellt die regionale und volkswirtschaftliche Bedeutung der Fachhochschule für das Bundesland Tirol sowie für die Stadt Kufstein dar, die vom laufenden Betrieb der Bildungseinrichtung sowie von den Ausgaben der Studierenden ausgehen. Für die Studie wurden im Frühjahr 2023 mittels Online-Umfrage 532 Studierende zu ihren Lebenshaltungskosten befragt. Desweitern fließen die wertschöpfungswirksamen Aufwendungen der Fachhochschule der vergangenen drei Jahre ohne Bautätigkeiten in die Analyse mit ein. Auch die Nachfrageimpulse mit direkten, indirekten und induzierten Effekten finden bei den Gesamtausgaben Berücksichtigung.

„In den vergangenen 25 Jahren konnte sich die FH Kufstein Tirol als wesentliche Institution in der Tiroler Bildungslandschaft etablieren. Unsere Bedeutung ist jedoch nicht alleine auf das Bundesland beschränkt, sondern strahlt auch über die Tiroler Landesgrenzen hinaus“, erklärt FH-Geschäftsführer Prof. (FH) Dr. Thomas Madritsch. „Zu unseren rund 2.200 Studierenden zählen Incomings aus 50 verschiedenen Nationen von 215 internationalen Partnerhochschulen.“

Ergebnisse für die Stadt Kufstein

Werden neben den Vorleistungen bei den laufenden Ausgaben ausschließlich Beschäftigte der Hochschule mit Wohnort in Kufstein sowie Studierende mit Studienwohnort Kufstein berücksichtigt, zeigt sich, dass alleine die Stadt Kufstein eine Wertschöpfung in Höhe von 19 Millionen Euro auf sich vereinen kann und dabei 238 Arbeitsplätze geschaffen werden. „Es ist für die Akzeptanz von Bildungseinrichtungen von großer Bedeutung, dass man sowohl der Politik als auch der Bevölkerung nunmehr klar vor Augen führen kann, wie groß der Vorteil für die Stadt Kufstein durch die Ansiedelung der Hochschule ist. Von daher ist auch jede Investition der Stadt in diese Institution ebenfalls eine Investition in die Wirtschaft, unabhängig von den vielen anderen Bereichen, in denen die Studierenden das Leben in unserer Stadt bereichern“, sagt Kufsteins Bürgermeister Mag. Martin Krumschnabel.

Ergebnisse für das Land Tirol

Im Land Tirol ist der laufende Betrieb der Fachhochschule inklusive Ausgaben Studierender mit einem Bruttoregionalprodukt von jährlich 38,6 Milliarden Euro verbunden und schafft damit 441 Arbeitsplätze sowie Einkommen in Höhe von 16,8 Millionen Euro. Die breite regionale Streuung der Wirtschaftsleistung in eine Vielzahl von Sektoren ergibt sich zum einen aus den direkten Ausgaben sowie aus den indirekten Effekten, in welche die Leistungen der Zulieferer und Vorleistungserbringer mit einfließen. Zum anderen ist zu berücksichtigen, dass sogenannte induzierte Effekte über die Verausgabung von Einkommen für Konsum und Investitionen entstehen und so die lokale Wertschöpfung weiter erhöhen.

„Wir können stolz sein auf die Leistungen unserer Tiroler Hochschulen, mithilfe derer Studierende eine praxisnahe und hochqualifizierte Ausbildung erhalten. Die Wertschöpfungsanalyse der FH Kufstein Tirol zeigt zudem die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Hochschulen für die Regionen und ganz Tirol auf. Die Hochschulen, Studierenden sowie Absolvent:innen als gefragte Fachkräfte von morgen tragen dazu bei, Tirol als renommierten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort zu stärken und auch über die Grenzen hinweg zu positionieren“, betont Wissenschaftslandesrätin MMag.a Dr.in Cornelia Hagele.

Ergebnisse für Österreich

In räumlicher Hinsicht sind die laufenden Ausgaben der FH Kufstein Tirol und ihrer Studierenden naturgemäß auf Tirol konzentriert. Über die innerösterreichischen wirtschaftlichen Verflechtungen sowie über die induzierten Effekte erlangen die betrachteten Aufwendungen jedoch auch Bedeutung deutlich über die Grenzen Tirols hinaus. Gemessen an der Bruttowertschöpfung beläuft sich diese Bedeutung für andere österreichische Bundesländer auf 9,2 Millionen Euro – womit der Gesamteffekt für Österreich 47,8 Millionen Euro beträgt. Neben Unternehmen und privaten Haushalten ziehen auch die öffentlichen Haushalte Nutzen aus dem laufenden Betrieb in Form von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.

Schwieriger abzuschätzen als die ermittelten Betriebseffekte und deswegen nicht in der Studie berücksichtigt sind die Produktivitätseffekte der FH Kufstein Tirol. Diese Effekte stärken die lokale Wirtschaft über erhöhte Produktivität von hochqualifizierten Arbeitskräften sowie gesteigerte Innovation durch Kooperationen und Wissenstransfers zwischen Fachhochschule und Unternehmen. Der Standort Kufstein beziehungsweise das Tiroler Unterland profitieren somit in zweifacher Hinsicht von der Präsenz der Bildungseinrichtung vor Ort.

16. Juni 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: FH Kufstein

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