Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Tirol. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die gut ausgebaute Infrastruktur. Deshalb wollen wir in der Rubrik „In Zahlen“ verschiedene touristische Gebäude und ihre wichtigsten Kennzahlen vorstellen. Diese Woche präsentieren wir zwar kein Gebäude, aber passend zur Hahnenkamm-Woche die Streif.
Sie gilt als eine der schwierigsten Abfahrten der Welt und bringt jedes Jahr Tausende schaulustige Skifans zusammen: die Streif. Die berühmte Rennstrecke befindet sich am Hahnenkamm in Kitzbühel und 1937 wurde erstmals auf der heutigen Streif gefahren. Der Österreicher Thaddäus Schwabl entschied das erste Rennen damals für sich. Den Streckenrekord hält bis heute Fritz Strobl, der 1997 nach 1:51,58 Minuten die Ziellinie überquerte.
In Zahlen
- Erstes Rennen: 1931
- Erstes Rennen auf heutiger Streif: 1937
- Sieger 1937: Thaddäus Schwabl (Österreich) mit 3:53,1 Minuten
- Streckenrekord: Fritz Strobl (Österreich) im Jahr 1997 mit 1:51,58 Minuten
- Häufigste Siege: Didier Cuche (Schweiz) mit fünf Siegen
- Starthöhe: 1.665 Meter
- Zielhöhe: 805 Meter
- Höhenunterschied: 860 Meter
- Streckenlänge: 3.312 Meter

Die Mausefalle ist der steilste Teil der Strecke. Die Rennläufer erreichen sie bereits nach 160 Metern nach dem Start.
- Minimales Gefälle: 2 Prozent
- Durchschnittliches Gefälle: 27 Prozent
- Maximales Gefälle: 85 Prozent (Mausefalle)
- Gefälle bei Start: 50 Prozent (steilster Start im Weltcup)
- Fliehkräfte: bis zu 3,1 G
- Maximale Geschwindigkeit: 140 bis 145 Kilometer pro Stunde
- Durchschnittsgeschwindigkeit Rekordlauf: 106,9 Kilometer pro Stunde
- Schnellste Stelle: Zielschuss - Rekord von Michael Walchhofer (Österreich) im Jahr 2006 mit 153 Kilometer pro Stunde
- Längster Sprung: bis zu 80 Meter
- Sicherheitsnetze: 17,3 Kilometer
- Aufprallschutzmatten: 180 Stück
- Airfence-Elemente: 155 Stück

Als „Traumlauf“ auf der Streif wird heute noch die Siegesfahrt vom Österreicher Stephan Eberharter beim 64. Hahnenkammrennen im Jahr 2004 bezeichnet.
Das allererste Hahnenkamm-Rennen fand 1931 statt und legte den Grundstein für eines der bedeutendsten Wintersportevents der Welt. Heute zählen sowohl die legendäre Abfahrt auf der Streif als auch der Slalom am Ganslernhang zu den absoluten Klassikern im Herren-Ski-Weltcup.
2026 geht das Hahnenkamm-Rennen bereits in seine 86. Auflage. Den Auftakt macht am Freitag, 23. Jänner, der Super-G. Im Mittelpunkt steht traditionell die Abfahrt am Samstag, 24. Jänner, bei der die Athleten mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde die Streif hinunterrasen. Am Sonntag, 25. Jänner, folgen die beiden Slalom-Durchgänge.

Insgesamt 81.000 Menschen kamen 2025 für das Hahnenkamm-Rennen nach Kitzbühel.
Damit das Großereignis reibungslos über die Bühne geht, sind rund 150 Personen – darunter Start- und Zielrichter, Rutschkommando und Sicherheitspersonal – entlang der Strecke im Einsatz und per Funk verbunden.
Die Faszination Hahnenkamm zeigt sich auch an den Zuschauerzahlen: Bereits 1999 strömten rund 100.000 Fans nach Kitzbühel. Allein die Abfahrt lockte etwa 50.000 Menschen in die Gamsstadt – rund sechsmal so viele, wie Kitzbühel Einwohner hat.
Hahnenkamm-Rennen
- BesucherInnen 2025: 81.000
- Buchungen: 25.000 Menschen buchen einen Aufenthalt in Kitzbühel an diesem Wochenende
- MedienvertreterInnen: rund 700 aus rund 30 Nationen berichten vor Ort
- Gesamtbudget für die Ausrichtung der Rennen: 12 Millionen Euro
- Videowände: 22 Stück am Gelände
- TV-Türme: 9 entlang der Strecken
- Trainertürme: 5 entlang der Strecken
- Büro-Container: 67 Stück
- WC-Container: 51 Stück