Skip to main content

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 664

EGGER betreibt künftig weiteren Recycling-Standort

Mit der Übernahme des deutschen Recycling-Unternehmens M+P Umweltdienste verfolgt EGGER sein strategisches Ziel weiter, den Anteil an recyceltem Holz in seinen hochwertigen Holzwerkstoffen kontinuierlich zu erhöhen.

EGGER betreibt künftig weiteren Recycling-Standort

Mit der Übernahme des deutschen Recycling-Unternehmens M+P Umweltdienste verfolgt EGGER sein strategisches Ziel weiter, den Anteil an recyceltem Holz in seinen hochwertigen Holzwerkstoffen kontinuierlich zu erhöhen.

Artikel teilen

EGGER übernimmt das deutsche Recyclingunternehmen M+P Umweltdienste GmbH. Der Kaufvertrag wurde am 31. März 2023 abgeschlossen.

Die M+P Umweltdienste GmbH mit Sitz in Overath, nahe Köln, belieferte Egger bereits in der Vergangenheit mit wiederverwertbaren Rohstoffen. Bei Egger entstehen aus gesammeltem Altholz wieder hochwertige Holzwerkstoffe. Mit der Übernahme des Unternehmens verfolgt Egger seine strategischen Ziele, den Anteil von eingesetztem Holz aus Nebenprodukten und Recycling weiter zu erhöhen und die Rohstoffversorgung mit Rückwärtsintegration abzusichern. Mit dem Ausbau der gruppenweiten Sammelinfrastruktur und Recyclingholz-Aufbereitung bekräftigt der Holzwerkstoffhersteller einmal mehr seine führende Rolle im verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Holz.

Mit 31. März 2023 übernimmt Egger das deutsche Recyclingunternehmen M+P Umweltdienste GmbH. Der bisherige Eigentümer Florian Michels wird in der Geschäftsführung bleiben und künftig gemeinsam mit den erfahrenen Egger Recycling-Experten Peter Lattrich (Technik/Produktion) und Tobias Neumann (Finanzen/Verwaltung) den Standort verantworten. Die 23 Mitarbeitenden des Unternehmens werden von Egger übernommen. Über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Ausbau von Sammelinfrastruktur und Recyclingholz-Aufbereitung

Die Egger Gruppe hat die Produktion im Stoffkreislauf und die effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen als strategische Priorität festgelegt. „Im Sinne der Rückwärtsintegration bauen wir bei Egger unsere eigenständigen Altholzrecycling-Unternehmungen aus. So können wir Ressourcenschonung und Rohstoffsicherung vereinen. Wir freuen uns, nun den Standort Overath und damit das Altholz-Potenzial des Großraums Köln/Bonn in unserer Gruppe zu haben. Außerdem übernehmen wir eine erfahrene Mannschaft, die uns beim weiteren Ausbau unserer Recycling-Aktivitäten maßgeblich unterstützen werden“, bekräftigt Thomas Leissing, Sprecher der Egger Gruppenleitung, den strategischen Beitrag der Akquisition.

Nachhaltigkeit in der DNA

Im Kern basiert die Unternehmensgründung von Egger auf einer nachhaltigen Idee. Fritz Egger sen. entschloss sich vor über 60 Jahren, sein Sägewerk zu schließen und sich stattdessen fortan der Holzwerkstoff-Produktion zu widmen. Sein prägender Leitsatz war, dass Holzreste viel zu wertvoll zum Wegwerfen sind. Seither verwendet das Unternehmen diese Reste stofflich und veredelt sie zum hochwertigen Produkt weiter. Auch in der Verwendung von recyceltem Holz in der Produktion hat Egger schon knapp 30 Jahre Erfahrung: 1995 wurde am Standort Brilon (DE) erstmals Altholz in der Spanplatte eingesetzt.

EGGER setzt auf Kreislaufwirtschaft

Das Arbeiten in geschlossenen Kreisläufen ist ein Kernelement der Egger Nachhaltigkeitsstrategie. Kreislaufwirtschaft dient maßgeblich der Schonung frischer Ressourcen. Egger ist Sekundär-Verarbeiter von Sägeresthölzern sowie von Pre- und Post-Consumer-Recycling-Holz. Dieses Altholz stammt aus entsorgten Gütern wie alten Möbeln, Verpackungsmaterial oder Produktionsresten. Es wird entsprechend aufbereitet und von Verunreinigungen befreit.

Nur in einem geringen Ausmaß kommt also für Holzwerkstoffe von Egger Frischholz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zum Einsatz. Aktuell stammen bereits 64 % des im gesamten Egger Produktionsvolumen eingesetzten Holzes aus Pre- und Post-Consumer-Recyclingholz oder Nebenprodukten industrieller Holzbearbeitungsschritte, wie Hackschnitzel oder Sägespänen. Stofflich nicht mehr verwertbare Holzreste liefern in den unternehmenseigenen Biomassekraftwerken Energie aus erneuerbaren Quellen. Am Ende ihrer langen Lebensdauer sind Egger Produkte wiederum zum Großteil recyclingfähig und können von Neuem in den Kreislauf eingebracht werden.

Mehr aus Holz steht für mehr Transparenz

Alle wesentlichen Details zum Einsatz von Recyclingmaterial sowie Kaskadennutzung legt die Egger Gruppe alljährlich im Nachhaltigkeitsbericht offen. Er enthält die Strategie der Gruppe, Zielsetzungen und Leistungen hinsichtlich ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit.

05. April 2023 | AutorIn: top.tirol Redaktion | Foto: M+P Umweltdienste GmbH

top.tirol Newsletter

Wir informieren Sie kostenlos und wöchentlich über Tirols Wirtschaftsgeschehen