Letztes Update: 6. November 2025, 16.24 Uhr.
Nach einer Betriebsratsitzung am Morgen informierte Swarovski zu Mittag seine Belegschaft über tiefgreifende Veränderungen im Unternehmen. Ein Weiter wie bisher sei finanziell nicht mehr stemmbar – wieder einmal.
Zwar gebe es auch Erfreuliches zu berichten: "Trotz widriger Marktbedingungen" sei "solides globales Wachstum" zu verzeichnen. Aber "Lohnkosten, US-Zölle und Währungsschwankungen" werden zu Veränderungen am Produktionsstandort in Wattens führen – und mit Anfang 2026 400 KollegInnen ihre Jobs kosten. Der Standort sei nämlich "in der Vergangenheit für ein viel höheres Volumen ausgelegt" gewesen.
Beim Wattener Konzern sind aktuell noch 2.200 Beschäftigte tätig. Dies soll sich nun aber ändern: 400 Stellen sollen abgebaut und bei den übrigen die Arbeitszeit reduziert werden. Ein Großteil der Nachtschichten fällt außerdem weg und auch der Bus, der quer durchs Land die MitarbeiterInnen zur Arbeit nach Wattens kutschiert hat, fällt den Sparmaßnahmen zum Opfer.
Die Optik könnte besser sein: Denn die Konzernführung hat immer wieder beteuert, den Standort erhalten zu wollen – und hat dafür auch ordentlich Hilfen kassiert. Verglichen mit 2007 arbeiten nun ganze 5.000 Leute weniger für den Kristallkonzern. Und allein seit 2023 hat sich die Zahl um 600 verringert.