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Genussvolle Philosophie

Die veganen Tiefkühlsüßigkeiten brauchen zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden zum Auftauen.
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Genussvolle Philosophie

Die veganen Tiefkühlsüßigkeiten brauchen zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden zum Auftauen.

Die Tiroler Firma adalicious ist im Begriff, den Markt umzukrempeln. Mit veganen Tiefkühlsüßigkeiten ohne Konservierungsstoffe werden Kuchen und Desserts neu interpretiert.

Naschen ohne Kompromisse hat sich das Tiroler Start-up-Unternehmen adalicious zum Ziel gesetzt und bearbeitet mit dieser Philosophie seit zwei Jahren aktiv den Markt. „Wir produzieren keine Diätprodukte. Die Süßwaren enthalten sowohl Kalorien als auch Zucker“, erklärt die Mitbegründerin Dagmar Lukas. Es seien aber Lebensmittel auf pflanzlicher Basis, ohne raffinierten Zucker, Weißmehl und Konservierungsstoffe. „Wir sehen da eine Angebotslücke und bieten eine Alternative zu handels­üblichen Leckereien.“

Süßes neu denken

Dabei war der vegane Aspekt ursprünglich nicht geplant, sondern habe sich automatisch so ergeben. „Als wir auf der Suche nach Rezepturen waren, stellten wir uns die Frage: Auf was hätten wir Lust?“, erzählt Lukas, die zusammen mit Annia Rainer Rochelt die Firma adalicious betreibt. So entstanden die drei Produktkategorien Kuchenwürfel, raw desserts (Cheesecake-Arten) und goodies (Schokoriegel). „Da die Erzeugnisse keine Konservierungsstoffe beinhalten, haben sie eine beschränkte Haltbarkeit. Deshalb wird alles sofort tiefgekühlt. So bleiben auch die Nährstoffe und Vitamine erhalten“, erklärt Lukas. Auch das Bevorraten gelinge auf diese Art besser.

Kleine Mengen für Großhandel

Ein eigenes Verkaufslokal gibt es bis dato nicht. Aus Gründen der Nachhaltigkeit können die Süßwaren auch online nicht mehr erworben werden. „Da verzichten wir auf Umsatz. Für das Wachstum der Marke wäre es zwar schön, doch das entspricht nicht unserer Philosophie“, so Lukas. Transparenz hat in der Firma einen hohen Stellenwert, um Greenwashing zu vermeiden. Einzig im Concept Store „Resort“ in Innsbruck steht in einem Tiefkühler von adalicious ein Teil der Erzeugnisse permanent zur Abholung bereit. „Wird es unsere Produkte jemals im Handel geben? Ich hoffe schon“, zeigt sich die Betreiberin positiv. Im Moment sei man aber noch nicht so weit.

Die Zielkunden sind Großhändler, Hotels, Restaurants und Cafés. Auch Fitnessstudios und Feinkostläden werden bedient. „Einer unserer ersten Kunden ist das Delikatessenhaus Dallmayr in München“, berichtet Lukas. Absatz finden die veganen Tiefkühlsüßigkeiten bisher vor allem im Nachbarland. „80 Prozent unserer Verkäufe gehen nach Deutschland. Der Rest bleibt in Österreich, vorrangig in Tirol und Wien.“ Potenzielle KundInnen werden aktiv angeschrieben, die Produkte auf Messen sowie Food-Festivals beworben und Netzwerkevents besucht, darunter das Europäische Forum Alpbach.

Herausforderungen

„Das Dilemma ist natürlich immer der Preis“, so Lukas. Denn hergestellt werden die pflanzenbasierten Süßwaren in kleineren Mengen und in Handarbeit in der ausgelagerten Produktion in Reith im Alp­bachtal. Die Rohstoffe sind teils sehr teuer und lassen sich nicht aus dem Eigenanbau beziehen. „Cashewnüsse, Datteln, Kokosblütenzucker – das hat alles seinen Preis.“ Hinzu kommen sowohl steigende Rohstoffpreise als auch erhöhte Energie- und Logistikkosten.

Doch Lukas ist sich sicher: „Vegan ist keine Nische oder ein kurzfristiges Phänomen. Es ist ein Megatrend, der bleiben wird.“ Das verdeutlicht auch das wachsende Interesse am Produkt. Anders als heute habe man zu Beginn noch keine MitbewerberInnen am deutschsprachigen Markt gehabt. „Wir haben uns aus Überzeugung für pflanzliche Süßwaren entschieden und sehen das positiv. Wenn andere das jetzt auch machen, entsteht keine Konkurrenz, sondern eine Bewegung.“

Zur Person

Dagmar Lukas ist Mitbegründerin von adalicious sowie Unternehmerin und Markenstrategin mit einer großen Leidenschaft für Kulinarik und gesunde Ernährung.

Zum Unternehmen

  • 2 Jahre aktiv am Markt
  • Stellen vegane, tiefgekühlte Süßigkeiten her, in Handarbeit und in Tirol produziert
  • MitarbeiterInnen: 5
  • Umsatz: 250.000 Euro
  • Aktuell 10 Produkte im Sortiment

  • Adalicious2

    Neu im Sortiment: die Dessertkreation „choc cherry“.

  • AdaliciousTeam

    Annia, Dagmar & Aisha - Adalicious.

14. Dezember 2023 | AutorIn: Michaela Ehammer | Foto: adalicious

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