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Trompeter Franz Hackl zwischen Tirol & New York

Der gebürtige Tiroler Franz Hackl ist seit vielen Jahren als Profitrompeter in New York tätig.
International erfolgreich

Trompeter Franz Hackl zwischen Tirol & New York

Der gebürtige Tiroler Franz Hackl ist seit vielen Jahren als Profitrompeter in New York tätig.

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„Geschafft hat man’s nie“, ist Franz Hackl überzeugt. Und doch zeigt die Karriere des Tiroler Trompeters, wie Leidenschaft, Neugier und Disziplin einen von der Werkstatt in Schwaz bis auf die größten Bühnen der Welt tragen können.

Die musikalische Laufbahn von Franz Hackl begann früh. Mit 14 Jahren stand er als Solotrompeter bei den Original Tiroler Kaiserjägern erstmals auf der Bühne, wenig später folgte der erste Fernsehauftritt. Nach einer Lehre als Instrumentenbauer entschied sich der Schwazer für ein Studium der Musikwissenschaften und Philosophie am Wiener Konservatorium. Doch damit war sein Hunger nach Entwicklung nicht gestillt. „Ich wusste schon mit 20 Jahren, dass ich nicht irgendwann in eine Midlife-Crisis schlittern möchte“, erinnert er sich. „Also beschloss ich, dorthin zu gehen, wo am meisten gespielt wird, wo der Druck am größten ist und man am meisten lernen kann – nach New York.“

Seither pendelt Hackl zwischen den Kontinenten: Rund acht Monate im Jahr lebt er in der US-Metropole, zwei Monate in Tirol, die übrige Zeit ist der 58-Jährige mit Projekten und Konzerten weltweit unterwegs.

Vom Kaiserjäger zum Grammy

Musikalisch bewegt sich der Tiroler in vielen Welten: Jazz, Salsa, Crossover, zeitgenössische Klassik – sogar die Piccolotrompete gehört zu seinem Repertoire. Diese Vielfalt versteht er als Fundament seines Erfolgs: „Wer sich zu früh spezialisiert, vergibt die Chance auf ein breites Fundament. Gleichzeitig braucht es aber ein klares Ziel.“

Und diese Haltung hat durchaus Früchte getragen. So wirkte Hackl als Trompeter auf dem Grammy-prämierten Album „Las Letras Ya No Importan“ mit, arbeitete mit internationalen KünstlerInnen zusammen und verfolgt eigene Projekte wie das IDO Quartet oder groß angelegte Orchester- und Multimediaarbeiten.

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Zwischen Werkbank und Weltbühne

Seine Neugier führte ihn nicht nur auf internationale Bühnen, sondern auch zu eigenen Initiativen. 1993 rief er in Schwaz das Outreach Festival samt Akademie ins Leben – ein Treffpunkt für MusikerInnen aus aller Welt. „Outreach bedeutet, die Hand auszustrecken, einzubeziehen und gleichzeitig Spitzenleistung einzufordern“, erklärt er das Konzept.

Neben der Bühne ist der Star-Trompeter auch unternehmerisch aktiv. Gemeinsam mit seinen Eltern führt er die Firma „Hacklmusic“ in Schwaz, die seit 1965 Blasinstrumente in Handarbeit herstellt. Für den Musiker ist die Verbindung von Werkstatt und Weltbühne naheliegend: „Ich weiß aus eigener Erfahrung, worauf es bei Instrumenten ankommt. Dieses Wissen bringe ich ins Unternehmen ein. Gleichzeitig profitiert die Firma von meinem internationalen Netzwerk.“

Tirol im Herzen, Big Apple im Blick

Die Frage, was ihm am meisten an seiner Heimat fehle, beantwortet der Musiker mit „Nichts“ und erklärt schmunzelnd weiter: „Wenn ich nach Tirol komme, ist es, als wäre ich nie weg gewesen. Ich lebe im Hier und Jetzt und denke nicht daran, was ich gerade nicht habe.“

Im Land der Berge genießt er dann aber – wie kann es anders sein – vor allem die Natur. „Spaziergänge im Wald, Skifahren oder das gemeinsame Tüfteln mit meinem Vater in der Werkstatt, das habe ich im Big Apple natürlich nicht“, merkt er an. Dafür hat seine Wahlheimat aber viele andere Faszinationen. „Es ist ein Global Village – Menschen aus aller Welt leben hier. Das macht das besondere Flair der Stadt aus.“

Mit offenen Augen

Trotz internationaler Erfolge bleibt der Instrumentenbauer bescheiden: „Geschafft hat man es nie, man kann immer besser werden. Perfektion bedeutet für mich nur, dass man nicht genug riskiert hat.“ Und wenn andere seine Entscheidung, nach Übersee zu gehen, als mutig bezeichnen, winkt er ab. „Wir haben in Tirol ein so starkes Fundament, dass man jederzeit zurückkehren kann. Das gibt Sicherheit“, weiß der Unternehmer. Jungen MusikerInnen rät er daher, den Schritt ins Ausland auf jeden Fall zu wagen. „Man erweitert seinen Horizont – und kann am Ende nur gewinnen.“

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Tirol und New York sind für mich …

… zwei der großartigsten Orte der Welt. Ich bin glücklich, dass ich sie als meine Lebensmittelpunkte nennen darf.

Am meisten fasziniert mich an New York …

… die Energie der Stadt und die umfassende Unterstützung, die man von KollegInnen aus der Branche erhält.

Meinen Erfolg verdanke ich …

… meinem vielseitigen Interesse.
Besonders von anderen Genres lässt sich unglaublich viel lernen.

23. November 2025 | AutorIn: Anna Füreder | Foto: Franz Hackl

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