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Immobilien-Krise

Immobilienumsatz sinkt unter 4 Milliarden

Immobilien-Krise

Immobilienumsatz sinkt unter 4 Milliarden

Dass die fetten Jahre im Immobiliensektor vorerst vorbei sind, zeichnet sich seit einer Weile ab. Nun liegen Zahlen für das vergangene Jahr vor. Wie der Remax Immobilienspiegel berichtet, musste die Branche 2023 in Tirol Umsatz-Einbußen von mehr als 22 Prozent hinnehmen.

2021 standen die Zeichen in der Tiroler Immobilienbranche noch auf Rekord: 4,96 Milliarden Euro wurden damals umgesetzt und die 5 Milliarden-Marke schien zum Greifen nah. Krise, Kostenexplosion, Kreditvergaberichtlinien und Co. haben dieses Ziel nun wieder in weite Ferne rücken lassen. 2023 sank der Transaktionswert der gehandelten Immobilien auf nur noch 3,55 Milliarden Euro, wie der Remax Immobilienspiegel nun belegt. Das entspricht einem Gewinn-Einbruch von 22,9 Prozent.

Besser als im Bundes-Schnitt

Österreichweit fällt Tirol damit zwar wieder auf den fünften Platz im Umsatzranking zurück. Verglichen mit anderen Bundesländern liegen die Einbußen allerdings unter dem Mittel: Bundesweit sanken die Umsätze 2023 im Verhältnis zum Vorjahr um 28,9 Prozent. Dabei zeigt sich, dass, abgesehen von Tirol, vor allem Bundesländer mit hohem Preisniveau am schwersten betroffen sind: Vorarlberg musste Rückgänge von 35,9 Prozent des Gesamtwerts hinnehmen, Wien ganze 41,1 Prozent. Salzburg verzeichnete mit einem Minus von 32,5 Prozent zwar einen hohen Rückgang bei der Anzahl der gehandelten Immobilien, der Gesamtwert sank aber um „nur“ 19,9 Prozent.

Tirol-intern musste der Bezirk Imst die größten Einbußen hinnehmen: Die Umsätze sanken um 37,6 Prozent auf 159 Millionen Euro. Was die Verbücherungen angeht, trifft Reutte die Schräglage der Branche am härtesten. Dort wechselten mit 33,3 Prozent ein Drittel weniger Immobilien den Besitzer – und das, obwohl der Bezirk 2022 als einziger Tirols noch ein Plus verzeichnen konnte.

Bezirke bundesweit weiterhin vorn

Da der Einbruch Gesamt-Österreich betrifft, konnten sich viele Tiroler Bezirke im Bundes-Vergleich dennoch gut positionieren: Wenig überraschend führt Kitzbühel nicht nur in Tirol, sondern in ganz Österreich, was die Verkaufswerte betrifft. Dort wurden 2023 946 Millionen Euro an Immobilienwerten umgesetzt – 26,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit fällt der Bezirk wieder unter die Milliarden-Grenze, die in den vergangenen drei Jahren gehalten werden konnte.

Auch an zweiter Stelle beim Gesamtwert findet sich ein Tiroler Bezirk: Innsbruck-Land erzielte bei Immobilienverkäufen einen Gesamtwert von 722 Millionen – 16,2 Prozent weniger als 2022, aber dennoch genug, für den zweiten Platz. Zudem rangiert Tirols flächenmäßig größter Bezirk bei den Verbücherungen an bundesweit dritter Stelle, trotz eines Rückgangs von 22,8 Prozent auf 2.130 Immobilien.

20. März 2024 | AutorIn: Daniel Feichtner | Foto: RE/MAX Austria

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