Die Tiroler Industrie sieht weiterhin keine Trendwende: Der aktuelle Geschäftsklimaindex stagniert, Produktionserwartungen sinken, und auch am Arbeitsmarkt sind die Aussichten trüb. Die IV Tirol fordert daher sich rasche Reformen.
Das Stimmungsbarometer der heimischen Industrie verharrt im zweiten Quartal 2025 bei 13,5 Punkten – ein klares Zeichen für die anhaltend schwache Konjunktur. Von Aufschwung keine Spur: 44 Prozent der Tiroler Industriebetriebe bewerten ihre Lage negativ, nur 16 Prozent melden zufriedenstellende Erträge und Nachfrage. Auch die Exportperspektiven bleiben düster – fast jedes zweite Unternehmen rechnet mit sinkender Auslandsnachfrage. Besonders bedenklich ist der Einbruch bei den Produktionserwartungen: Nur noch zehn Prozent der Betriebe gehen aktuell von steigender Auslastung aus, während die Zahl jener mit negativen Aussichten deutlich steigt.


IV Tirol fordert entschlossenes Handeln
Die wirtschaftliche Unsicherheit belastet zunehmend auch den Arbeitsmarkt – 39 Prozent der Unternehmen erwarten einen Rückgang bei den Beschäftigtenzahlen. IV-Tirol-Präsident Max Kloger mahnt rasche Reformen an: Bürokratieabbau, eine Senkung der Lohnnebenkosten sowie gezielte Unterstützung für energieintensive Branchen. „Die Zeit des Zögerns ist vorbei – wir brauchen jetzt mutige Entscheidungen, um Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze in Tirol nachhaltig zu sichern“, fordert Kloger.