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Start-up Deepopinion

KI-Agenten statt Aktenstapel

Stefan Engl (links) und Stefan Ramershoven (rechts) vereinen technologisches Know-How, Businessverständnis und Marktorientierung.
Start-up Deepopinion

KI-Agenten statt Aktenstapel

Stefan Engl (links) und Stefan Ramershoven (rechts) vereinen technologisches Know-How, Businessverständnis und Marktorientierung.

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Viele Start‑ups haben in Tirol bereits kreative Geschäftsmodelle auf die Beine gestellt. In dieser Rubrik wollen wir die heimischen GründerInnen in den Fokus rücken und ihre innovativen Ideen vorstellen. Diese Woche: Deepopinion.

Die Deepopinion GmbH aus Innsbruck automatisiert anspruchsvolle Büroprozesse, die traditioneller Automatisierung schwerfallen. Gegründet 2021, bringen die Serial Entrepreneurs Stefan Engl und Stefan Ramershoven ihre langjährige Erfahrung in den Bereichen Technologie und Unternehmensführung ein.

Team Photo

Das Deepopinion‑Team ganz in weiß gekleidet

Problem

Viele Unternehmen arbeiten weiterhin mit unstrukturierten Daten wie E‑Mails, Dokumenten oder Tickets, die sich nur schwer automatisch verarbeiten lassen. Die manuelle Bearbeitung ist zeitintensiv, fehleranfällig und beeinträchtigt die Effizienz. Engl und Ramershoven sehen darin eine Wachstumsbremse in digitalisierten Organisationen.

Lösung

Deepopinion setzt auf sogenannte KI-Agenten – automatisierte Programme, die wie digitale Assistenten arbeiten. Sie verarbeiten komplexe Aufgaben ohne vorgefertigte Vorlagen („zero‑shot document understanding“). Das heißt, sie können sofort mit verschiedensten Dokumentenarten umgehen, ohne vorher trainiert werden zu müssen.

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Stefan Engl ist Co-Founder und technisch-strategischer Kopf bei Deepopinion – an der Schnittstelle von KI und Business.

Ein Beispiel: Normalerweise brauchen Versicherungen Wochen, um Schadensmeldungen nach Stürmen oder Überschwemmungen zu bearbeiten. Deepopinion hat eine Software entwickelt, die diesen Prozess mithilfe Künstlicher Intelligenz so stark beschleunigt, dass viele Anträge bereits innerhalb von 90 Sekunden automatisch geprüft und weiterverarbeitet werden können.

Große Unternehmen wie Allianz, Siemens oder Bitpanda verwenden die Software bereits – und konnten innerhalb weniger Wochen zum Teil über 80 Prozent ihrer Arbeitsabläufe in bestimmten Bereichen automatisiert abwickeln. Bei Siemens hätte man etwa nur knapp zwei Wochen gebraucht, um über 90 Prozent der Lieferdaten zu automatisieren.

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Co-Founder und unternehmerische Treibkraft – Stefan Ramershoven ist verantwortlich für Unternehmensstrategie und Investorbeziehungen.

Ausblick

Im September 2024 hat Deepopinion elf Millionen Euro von internationalen InvestorInnen erhalten, um weiter zu wachsen. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen seine Software verbessern und seine Präsenz im Ausland ausbauen. Die Geldgeber – darunter Red River West und Alpha Intelligence Capital – investieren gezielt in Unternehmen, die mit Künstlicher Intelligenz arbeiten. Auch bekannte Marktbeobachter wie die Analysehäuser Forrester und IDC bescheinigen Deepopinion großes Potenzial. Sie zählen das Unternehmen zu den spannendsten Anbietern im Bereich der Automatisierung – also bei Softwarelösungen, die Büroarbeiten künftig weitgehend selbstständig erledigen.

Der weitere Plan: neue KundInnen gewinnen, neue Märkte erschließen und das Team vergrößern – mit dem Ziel, klassische Arbeitsabläufe in Unternehmen grundlegend zu verändern.

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Stefan Ramershoven und Stefan Engl haben Deepopinion 2021 in Innsbruck gegründet – es handelt sich dabei nicht um die erste Tech-Gründung der beiden erfahrenen Unternehmer.

06. August 2025 | AutorIn: Max Hofer | Foto: DeepOpinion

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