Nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze des Zirler Reinigungsmittelherstellers Hollu zieht Simon Meinschad einen Schlussstrich. Der 51-Jährige, der dem Unternehmen seit 26 Jahren verbunden ist und es seit 2012 als Geschäftsführer gelenkt hat, tritt mit Juli kürzer – und will danach beruflich neue Wege gehen.
Die Nachfolge ist bereits geregelt: Die bisherigen Prokuristen Udo Amann und Markus Wendlinger teilen sich künftig die Unternehmensführung. Meinschad selbst bleibt noch bis Ende September an Bord, um laufende Projekte geordnet abzuschließen.
In seiner Zeit bei Hollu hat Meinschad viele Innovationen vorangetrieben und eine neue Produktionsstätte am Stammsitz in Zirl in Betrieb genommen – rund 15 Millionen Euro flossen zuletzt in moderne Produktionsanlagen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wuchs der Umsatz um 2,3 Prozent auf rund 87 Millionen Euro.
Was ihn als nächstes erwartet, lässt Meinschad offen. Nur so viel: Er bleibt in Österreich und wird sein Amt als Vizepräsident der Tiroler Industriellenvereinigung weiterführen. Hollu selbst bleibt mit zehn Standorten in vier Ländern und rund 487 Beschäftigten ein festes Standbein in der DACH-Region.