Das Wiener Start-up Minimist, bei dem die Tirolerin Anna Greil als COO fungiert, erhält eine Kapitalspritze in Millionenhöhe. Mit dem frischen Investment soll das KI-Tool für den Secondhand-Markt gezielt weiter ausgebaut und skaliert werden.
Das junge Unternehmen Minimist, in dessen Führungsteam die Tirolerin Anna Greil als Co-Gründerin tätig ist, will mit einer KI-Software den Online-Verkauf von Gebrauchtwaren automatisieren. Der Secondhand-Markt ist eigenen Angaben zufolge hundert Milliarden Euro wert, doch ganze 93 Prozent des Bestandes schaffen es nie ins Internet. Das liegt nicht etwa an der fehlenden Nachfrage, sondern daran, dass das manuelle Fotografieren, Beschreiben und Bepreisen von Millionen von Einzelstücken bei großen Mengen wirtschaftlich unrentabel ist.
Hier setzt Minimist an: Aus nur einem Foto erstellt die KI-Software des Start-ups ein vollständiges Angebot inklusive aller relevanten Details wie Größe, Preis, Zustand und Beschreibung erstellt. Secondhand-HändlerInnen können ihre Produkte dadurch bis zu zehnmal schneller auf Kanälen wie eBay, Shopify oder Ricardo veröffentlichen als durch manuelle Eingabe. Die Mission von Minimist besteht darin, den Kauf von Secondhand-Ware genauso einfach zu gestalten wie den Kauf von Neuware. Langfristig möchte das Unternehmen die technologische Basis des globalen Wiederverkaufs werden.
Kapital für Skalierung
In einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde erhielt das junge Unternehmen nun ein Investment in Höhe von einer Million Euro. Die Runde wurde von Tilia Impact Ventures mit Unterstützung von InvestEU angeführt. Weitere Beteiligte waren Business Angels und Family Offices. Die Finanzierung wurde zudem durch den Call „Wien Lebensqualität“ der Wirtschaftsagentur Wien gefördert.