Mini bietet mit dem Cooper SE eine vollelektrische Version des begehrten Klassikers, der optisch von seinen Verbrenner-Brüdern kaum zu unterscheiden ist. Im Test präsentiert sich der Stromer als souveräner Stadtfloh.
Mini und Elektromobilität. Das passt zusammen wie Franz Klammer und der Patscherkofel. Der klassische 3-Türer ist das beliebteste Modell der Mini-Modellreihe, eben dieses gibts jetzt als Cooper SE, mit reinem Elektroantrieb. Gelbe Dekorelemente, ein geänderter Kühlergrill und spezielle Räder, das sind die Unterschiede, an denen man den E-Mini optisch am schnellsten unterscheiden kann. Ansonsten präsentiert sich der Kleine klassisch, wie man es von Mini kennt und auch erwartet.
Individualisierung
Natürlich stehen beim Cooper SE unzählige Möglichkeiten zum individuellen Auftritt zur Verfügung. Persönliche Vorlieben kosten allerdings - mit der Individualisierung klettert der Startpreis von 33.600 Euro rasch nach oben. Zum Beispiel unser Testfahrzeug, welches mit zahlreichen Extras ausgestattet war. Da stehen dann mehr als 45.000 Euro am Preisschild.
Neues Inneres
Im Innenraum dominiert mittig ein völlig neuer Digitaltacho. Dieser kommt optisch zwar nicht ganz an das Originalinstrument heran, beeindruckt jedoch mit einer schönen Darstellung. Der Touchscreen auf der Mittelkonsole blieb dafür nahezu unberührt. Geblieben sind – Gottseidank – die klassischen Wippschalter und der mittig platzierte Startknopf, der jetzt in gelber Farbe leuchtet. Ebenso gleich geblieben ist das Platzangebot im Mini und das immer noch akrobatische hinten einsteigen über die Vordertüren. Das Ladekabel im kleinen Kofferraum nimmt allerdings einiges an Platz weg, dabei haben sollte man es trotzdem immer.
Für die Stadt
Die Reichweite des E-Mini ist nämlich nicht seine Spezialdisziplin. Der Hersteller gibt zwar rund 230 Kilometer an, doch schon 200 zu erreichen ist schwer. Schon klar, der Mini ist ein Stadtauto und kein Langstreckenfahrzeug, da sind 200 Kilometer in Ordnung. Trotzdem schielt man mit einem Auge relativ oft auf die Restreichweite.
Das Fahren in der Stadt ist die absolute Königsdisziplin des Stromers. So flott, so souverän und agil fährt sich eben nur ein Mini. Das klassische Go-Kart-Feeling bietet auch der Cooper SE und dank seines kräftigen Antriebs, ist Fahrspaß garantiert. Der Ampelstartsieger steht fast immer im Vorhinein fest, da kommen teils wesentlich stärkere Benziner kaum mit.
Ganz wie ein großer zeigt sich der Mini bei der Sicherheitsausstattung: Mit dem optionalen Fahrerassistenzpaket ist vom adaptiven Tempomat, über dem Parkassistenten, bis hin zur Rückfahrkamera alles an Bord.